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Trumps Friedensversprechen für die Ukraine gerät ins Wanken – Europa macht nicht mit

Donald Trump hatte große Pläne: Innerhalb von 24 Stunden wollte er den Ukrainekrieg beenden. Nun rückt selbst ein Waffenstillstand innerhalb der ersten 100 Amtstage in weite Ferne. Während Europa an seiner Ukraine-Hilfe festhält, stößt Trumps Verhandlungsstrategie auf Widerstand – sogar aus den eigenen Reihen.
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Lesezeit 2 Minuten

Donald Trump wollte sich als Friedensstifter profilieren: Ein rascher Waffenstillstand im Ukrainekrieg sollte eines seiner ersten Erfolge im Amt werden. Doch je näher die 100-Tage-Frist rückt, desto schwieriger wird die Umsetzung. Russland intensiviert seine Angriffe, Europa geht eigene Wege – und selbst in der Trump-Administration regt sich Unmut.

Rückschlag für Trumps Friedensplan

Trumps Friedensversprechen für die Ukraine gerät ins Wanken – Europa macht nicht mit
© Omar Marques / Getty Images – Gizmodo.

Ursprünglich hatte Donald Trump angekündigt, den Krieg in der Ukraine „innerhalb eines Tages“ zu beenden. Inzwischen scheint das Ziel in deutlich weitere Ferne gerückt. Laut The Economist hofft Trump nun, wenigstens bis zum Ende seiner ersten 100 Amtstage einen Waffenstillstand zu erreichen. Doch selbst dieses Etappenziel steht auf der Kippe.

Am 11. März akzeptierte die Ukraine einen von den USA vorgeschlagenen 30-tägigen Waffenstillstand – Russland jedoch lehnte ab und verschärfte stattdessen seine Offensive. In Sumy starben bei einem Angriff am 13. April 34 Menschen, in Krywyj Rih kamen am 4. April 20 weitere ums Leben. Trumps Strategie, über Verhandlungen mit Russland eine Einigung zu erzielen, gerät dadurch zunehmend ins Wanken.

Europa bleibt auf Konfrontationskurs

Trumps Friedensversprechen für die Ukraine gerät ins Wanken – Europa macht nicht mit
© Sergei ILYIN / Sputnik / AFP / Getty Images – Gizmodo.

Während Trump versucht, militärisches Engagement zu reduzieren, stellen sich die europäischen Partner quer. Die EU will weiterhin an der Seite der Ukraine stehen – politisch, finanziell und militärisch. Neue Hilfspakete sind in Planung. Das sorgt für Spannungen innerhalb des transatlantischen Bündnisses.

Laut dem Economist sind einige Mitglieder der Trump-Regierung zunehmend genervt von der Haltung der Europäer. Sie halten die fortgesetzte Unterstützung Kiews für kontraproduktiv. Präsident Trump hingegen setzt weiterhin auf eine diplomatische Lösung und eine Reduzierung der amerikanischen Truppenpräsenz in Europa.

Krisengespräche in Paris

Um die Differenzen zu überbrücken, sind für Donnerstag hochrangige Gespräche in Paris angesetzt. Außenminister Marco Rubio und Sondergesandter Steve Witkoff sollen dort mit europäischen Partnern verhandeln. Ziel ist es, gemeinsame Strategien zu entwickeln – doch angesichts der gegensätzlichen Positionen dürfte ein Durchbruch schwierig werden.

Ob Trumps Friedensversprechen innerhalb der selbstgesetzten Frist Realität wird, ist mehr als fraglich. Der Ukrainekrieg zeigt sich resistent gegen schnelle Lösungen – und Trump könnte bald feststellen, dass geopolitische Realität härter ist als politische Rhetorik.

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