Seit April 2025 ist für die Einreise nach Großbritannien eine digitale Genehmigung erforderlich – die ETA. Was als moderne, unkomplizierte Lösung gedacht war, entwickelt sich für viele deutsche Urlauber zur Geduldsprobe. Grund dafür ist ein Sicherheitsmerkmal in deutschen Pässen, das mit dem britischen System nicht kompatibel ist.
Neue Einreiseregel sorgt für Frust

Wer nach Großbritannien reisen möchte – sei es nach England, Wales, Schottland oder Nordirland – braucht nun zwingend eine Electronic Travel Authorization, kurz ETA. Sie kostet rund 18 Euro, gilt zwei Jahre und erlaubt mehrere Einreisen. Nur wer sich auf der Durchreise befindet und den Flughafen nicht verlässt, ist davon ausgenommen.
Der Antrag erfolgt digital per App oder Online-Portal. Doch genau hier fangen die Probleme an: Zahlreiche deutsche Nutzer berichten von Systemabstürzen, fehlerhaften Ablehnungen oder davon, dass ihre Pässe schlicht nicht erkannt werden. Selbst wenn die Daten korrekt sind, verweigert das System die Registrierung.
Das Identigram: nützlich, aber störanfällig

Die Ursache für die Schwierigkeiten liegt in einem Detail, das kaum jemand kennt: dem sogenannten Identigram. Dieses Sicherheitsmerkmal ist seit Mai 2023 Teil neuer deutscher Reisepässe. Es handelt sich um ein holografisches Element, das das biometrische Foto zusätzlich schützt – ein Plus für die Fälschungssicherheit, aber ein Minus für die Lesbarkeit.
Die britische ETA-App nutzt die Smartphone-Kamera, um den Pass zu scannen und zu prüfen. Doch mit dem Identigram scheint das System noch überfordert zu sein. Die Folge: Es meldet, der Pass sei beschädigt oder die Angaben falsch – obwohl beides nicht zutrifft.
Technisches Update dringend nötig
Die Hoffnung liegt nun bei den britischen Behörden: Ein technisches Update der ETA-App könnte das Problem lösen. Solange das nicht passiert, bleiben deutsche Reisende frustriert zurück – und müssen womöglich auf ihren geplanten Sommerurlaub im Vereinigten Königreich verzichten.