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Kein weißer Rauch in Sicht: Kardinäle bleiben uneins bei Papstwahl

Der erste Wahlgang im Konklave brachte keine Entscheidung: Schwarzer Rauch stieg über der Sixtinischen Kapelle auf. Die katholische Welt blickt gespannt nach Rom – doch der neue Papst lässt weiter auf sich warten.
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Lesezeit 2 Minuten

Zweieinhalb Wochen nach dem Tod von Papst Franziskus sind 133 Kardinäle im Vatikan zusammengekommen, um über seinen Nachfolger zu entscheiden. Die Wahl des neuen Pontifex ist streng abgeschottet – und doch lässt ein einziges Signal die ganze Welt aufhorchen: der Rauch aus der Sixtinischen Kapelle.

Konklave gestartet – aber noch kein durchbruch

Kein weißer Rauch in Sicht: Kardinäle bleiben uneins bei Papstwahl
© Unsplash – Alberico Bartoccini

Am Mittwochnachmittag begann das Konklave offiziell. In einer feierlichen Zeremonie im Petersdom stimmten sich die Kardinäle zunächst mit einer Messe auf die bevorstehenden Wahlgänge ein. Dabei waren auch ältere Kardinäle anwesend, die zwar nicht stimmberechtigt sind, aber dennoch an den Riten teilnehmen dürfen.

Nach dem ersten Wahlgang am Abend dann die erwartete Nachricht: schwarzer Rauch stieg über dem Vatikan auf. Das bedeutet: Noch keine Zweidrittelmehrheit für einen neuen Papst.

Wer folgt auf franziskus?

Kein weißer Rauch in Sicht: Kardinäle bleiben uneins bei Papstwahl
© X / @DiagonalesWeb

Die Wahl zum 267. Papst in der Geschichte der katholischen Kirche verlangt Geduld – und Fingerspitzengefühl. Eine Zweidrittelmehrheit der stimmberechtigten Kardinäle ist erforderlich, um einen neuen Pontifex zu bestimmen. Ein Kandidat muss also mindestens 89 Stimmen erhalten.

Als aussichtsreich gilt aktuell Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, die bisherige Nummer zwei im Vatikan. Der 70-jährige Italiener genießt hohes Ansehen, leitet das Konklave und wird von vielen als Favorit gehandelt. Neben ihm kursieren aber auch andere Namen in den Medien, darunter Vertreter aus Afrika, Asien und Lateinamerika.

Deutschland ist mit drei Kardinälen im Konklave vertreten – darunter auch Reinhard Marx aus München.

Wie geht es weiter?

In den kommenden Tagen sind bis zu vier Wahlgänge täglich möglich – je zwei am Vormittag und zwei am Nachmittag. Nach jeder Abstimmung gibt der Rauch aus dem Schornstein auf dem Dach der Sixtinischen Kapelle Aufschluss über das Ergebnis: Weiß bedeutet Wahl, schwarz bedeutet: weiter warten.

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