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Papst ohne Gehalt: Wie Franziskus mit Bescheidenheit Zeichen setzte

Obwohl das Amt Reichtum und Einfluss verspricht, verzichtete Papst Franziskus während seiner Amtszeit bewusst auf ein Gehalt. Stattdessen lebte er schlicht – und hinterlässt dennoch ein Millionenvermögen. Nun beginnt das Konklave zur Wahl seines Nachfolgers.
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Der Tod von Papst Franziskus am 21. April markiert das Ende einer Ära der Demut und Reformen im Vatikan. Während seiner Zeit als Oberhaupt der katholischen Kirche verzichtete er auf Prunk – und selbst auf das ihm zustehende Gehalt. Ein Überblick über seine Haltung zum Geld, seinen letzten Wunsch und das anstehende Konklave.

Ein Leben ohne Gehalt – aus Überzeugung

Franziskus war bekannt für seinen Verzicht auf Luxus. Als Papst hätte ihm laut Indian Times ein monatliches Gehalt von rund 32.000 Dollar (etwa 28.000 Euro) zugestanden – doch er schlug es aus. Stattdessen ließ er sich vom Vatikan nur das Nötigste bereitstellen: Kleidung, Unterkunft, Nahrung und die Unterstützung durch zwei Sekretäre sowie drei Ordensschwestern.

Rein rechnerisch beliefe sich sein mögliches Jahresgehalt auf rund 384.000 Dollar. Doch Franziskus lebte diese Rolle anders als viele Vorgänger – schlicht, konsequent und nah an den Bedürfnissen der Menschen. Dennoch soll sein Vermögen laut Schätzungen rund 16 Millionen Dollar betragen haben, was größtenteils auf Zuwendungen und Besitzwerte zurückzuführen ist.

Letzte Ruhe in seiner Lieblingskirche

Papst ohne Gehalt: Wie Franziskus mit Bescheidenheit Zeichen setzte
© X/Diagonalesweb

Am 26. April 2025 wird Papst Franziskus beigesetzt – nicht im Petersdom, sondern in der Basilika Santa Maria Maggiore. Die Marienkirche aus dem 5. Jahrhundert in Rom zählte zu seinen bevorzugten Orten des Gebets. Zuvor wird sein Leichnam in der Peterskirche aufgebahrt, um den Gläubigen die Möglichkeit zum Abschied zu geben.

Diese Entscheidung steht sinnbildlich für sein Pontifikat: Bescheidenheit vor Tradition. Franziskus bleibt auch posthum ein Papst der leisen, aber kraftvollen Gesten.

Ein neues Kapitel: Das Konklave beginnt

Mit dem Tod von Franziskus ist der Heilige Stuhl vakant – und die Kardinäle bereiten sich auf die Wahl eines neuen Papstes vor. Frühestens 15 Tage nach dem Eintritt der Sedisvakanz beginnt das Konklave in der Sixtinischen Kapelle.

Nur Kardinäle unter 80 Jahren sind stimmberechtigt. Gewählt wird in geheimer Abstimmung, bei der eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist. Ein besonderes Zeichen: Weißer Rauch, der aus dem Schornstein der Kapelle aufsteigt, verkündet der Welt, dass ein neuer Papst gefunden wurde.

Nach der Wahl tritt der neue Papst auf den Balkon des Petersdoms und wird mit den Worten „Habemus Papam“ vorgestellt. Damit beginnt eine neue Ära für die katholische Kirche.

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