Seit Daniel Craig 2021 zum letzten Mal im Smoking über die Leinwand lief, wartet die Welt gespannt auf die nächste Inkarnation von 007. Wer wird das Erbe antreten? Wie wird der neue Bond aussehen? Und was hat Amazon mit all dem zu tun? Nun gibt es erste, ziemlich konkrete Hinweise – und sie deuten auf einen spektakulären Neustart für das wohl bekannteste Agenten-Franchise der Welt hin.
James Bond bekommt ein neues Zuhause – und ein neues Konzept
Was viele bislang nicht realisiert haben: Die Ära Craig war nicht nur ein Schlusspunkt für einen Schauspieler, sondern auch für die kreative Hoheit der traditionsreichen Bond-Familie. Über sechs Jahrzehnte lang hielten Barbara Broccoli und ihre Familie die kreative Kontrolle über jeden einzelnen Film. Doch jetzt hat Amazon das Steuer übernommen – endgültig.
Der Tech-Riese hatte bereits 2021 für satte 8,5 Milliarden Dollar das legendäre Filmstudio MGM geschluckt. Nun, mit weiteren 1 Milliarde Dollar, sicherte man sich auch die restlichen Rechte an der kreativen Ausrichtung der Marke. Bond liegt jetzt vollständig in den Händen von Amazon.
Was das bedeutet? Einen klaren Bruch mit alten Strukturen – und vermutlich auch mit bisherigen Erwartungen.
Regisseur für Bond 26: Ein Oscar-Gewinner mit Geschichte
Zwar schweigt Amazon bislang offiziell zur Besetzung der Titelrolle – doch was die Regie betrifft, wurde nun eine vielversprechende Fährte gelegt: Kein Geringerer als Alfonso Cuarón soll auf dem Regiestuhl von „Bond 26“ Platz nehmen.
Der mexikanische Regisseur gilt als einer der stilistisch markantesten Filmemacher Hollywoods. Mit Werken wie Gravity, Roma und Children of Men hat er nicht nur Kritiker begeistert, sondern auch Oscars abgeräumt. Selbst Harry Potter und der Gefangene von Askaban – sein einziger Ausflug ins Mainstream-Franchise-Kino – gilt als einer der atmosphärisch stärksten Teile der Reihe.
Cuarón hatte Bond schon einmal abgelehnt – jetzt nicht mehr?
Die Ironie: Cuarón war bereits vor Jahren für einen Bond-Film im Gespräch. Damals lehnte er jedoch ab – aus gutem Grund. Die Broccoli-Produzenten wollten ihn lediglich für bestimmte Szenen einsetzen, etwa Dialoge oder ruhige Momente. Die Action-Sequenzen sollten separat inszeniert werden – ein Konzept, mit dem sich Cuarón nicht anfreunden konnte.
Jetzt, unter Amazons neuer Führung, scheint es ein echtes Regieangebot zu geben – mit vollständiger kreativer Kontrolle. Laut Insidern ist Cuarón derzeit in intensiven Gesprächen. Offiziell bestätigt ist noch nichts, doch Branchenbeobachter sind sich einig: Sein Einstieg wäre ein deutliches Zeichen für einen stilistischen Neuanfang.
Was bleibt, was kommt?
Ob mit Cuarón oder ohne: Schon jetzt ist klar, dass Bond 26 kein klassischer Bond-Film wird. Zu groß sind die Umwälzungen hinter den Kulissen, zu stark der Wille zur Neuausrichtung. Amazon hat nicht vor, einfach nur den nächsten Aufguss zu liefern – es geht um einen echten Reboot.
Noch offen ist, wer James Bond spielen wird. Gerüchte reichen von britischen Theatergrößen bis zu internationalen Streaming-Stars. Doch egal, wer das Rennen macht – das nächste Kapitel von 007 verspricht, alles auf den Kopf zu stellen.
Quelle: www.pcgames.de