Warum Watts die Regie abgab
Bevor Matt Shakman die Regie für den ersten Fantastic-Four-Film des MCU übernahm, war Jon Watts dafür verantwortlich. Der Regisseur der Spider-Man: Home-Trilogie stieg 2022 aus – und seine Gründe sind völlig nachvollziehbar: Er brauchte dringend eine Pause.
„Ich war einfach ausgebrannt“
Bei einem jüngsten Storytelling-Workshop auf dem Mediterrane Film Festival verriet Watts, dass er am Ende von „Spider-Man: No Way Home“ praktisch „keinen Sprit mehr im Tank“ hatte. Der Film wurde in den frühen Tagen der Pandemie gedreht. Damals galt es, zahlreiche Covid-Protokolle einzuhalten und „etwas Kreatives zu schaffen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Besetzung und Crew gesund blieben… das war sehr schwierig“, erinnerte er sich. Weitere Belastungen kamen in der Postproduktion hinzu – die Lieferketten internationaler VFX-Dienstleister wurden plötzlich „unterbrochen“, was es erschwerte, „Effekte auf traditionelle Weise fertigzustellen“.
Marvel ließ ihn gehen
„Ich wusste, dass ich nicht das hatte, was es gebraucht hätte, um Fantastic Four großartig zu machen. Ich war einfach ausgebrannt“, gestand Watts. Er lobte Marvel dafür, dass sie ihn gehen ließen, und betonte, dass große Filme wie diese zu machen „sehr befriedigend“ sein könne, „aber irgendwann, wenn man es nicht mehr auf dem Niveau machen kann, das man für notwendig hält, damit es großartig wird, ist es besser, es nicht zu tun.“
Neue Projekte, neue Energie
Anschließend drehte er den viel kleineren Film „Wolfs“ mit nur wenigen Schauspielern und entwickelte gemeinsam mit Chris Ford „Star Wars: Skeleton Crew“. Watts sprach darüber, wie befreiend es war, mit einem reduzierten Team zu arbeiten und sich wieder stärker auf Charaktere, Dialoge und intime Szenen konzentrieren zu können. Diese Erfahrung half ihm, wieder Vertrauen in seine kreative Stimme zu gewinnen und neue Energie für zukünftige Projekte zu sammeln.
Eine surreale Erfahrung
Watts hat fest vor, „Fantastic Four: First Steps“ zu sehen, wenn der Film am 25. Juli startet, aber er nannte es „eine völlig surreale Erfahrung, diesen Film zu sehen“. Gleichzeitig betonte er, dass er das Projekt von Herzen unterstützt und den neuen Machern das Beste wünscht. Für ihn ist es wichtig, sich selbst treu zu bleiben und nur dann an große Filme heranzugehen, wenn er sich zu 100 Prozent bereit fühlt – etwas, das er nach Spider-Man dringend brauchte, um seine Leidenschaft für das Filmemachen wiederzuentdecken.
Quelle: The Hollywood Reporter