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Microsoft kappt beliebte Funktion – Nutzer müssen bis August handeln

Ab Juni steht ein wichtiges Tool im Authenticator vor dem Aus: Wer Passwörter direkt speichern will, kann das bald nicht mehr. Microsoft zieht einen klaren Schlussstrich – und setzt auf eine andere Lösung. Doch Nutzer, die ihre Daten behalten möchten, sollten sich beeilen.
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Der Microsoft Authenticator galt lange als praktischer Passwort-Manager für mobile Nutzer. Doch damit ist bald Schluss: Ab dem 1. Juni 2025 streicht Microsoft die Möglichkeit, neue Zugangsdaten zu speichern. Und wer seine bisherigen Daten behalten möchte, hat nur bis August Zeit, sie zu sichern. Was sich genau ändert – und was du jetzt tun solltest.

Authenticator verliert autofill-funktion: was genau betroffen ist

Laut einem offiziellen Supportartikel von Microsoft wird die sogenannte Autofill-Funktion innerhalb der kommenden drei Monate komplett eingestellt. Das bedeutet konkret:

  • Ab 1. Juni 2025 können keine neuen Passwörter mehr in der App gespeichert werden.

  • Ab 1. August 2025 werden nicht gesicherte Daten dauerhaft gelöscht.

Wer also seine Anmeldedaten noch im Authenticator nutzt, sollte dringend exportieren oder auf eine andere Plattform umsteigen. Betroffen sind alle Nutzer, die sich auf den Passwort-Manager des Authenticator verlassen haben – vor allem auf Android- und iOS-Geräten.

So sicherst du deine daten rechtzeitig

Microsoft kappt beliebte Funktion – Nutzer müssen bis August handeln
© Unsplash – Windows.

Microsoft rät zur Migration in den hauseigenen Edge-Browser, in dem die Passwörter automatisch synchronisiert werden – sofern das Microsoft-Konto genutzt wird. Edge kann weiterhin Passwörter speichern, verwalten und zwischen Geräten synchronisieren. Besonders praktisch: Die mobile App unterstützt sowohl Android als auch iOS.

Alternativ lassen sich Passwörter manuell exportieren. Hierzu stellt Microsoft Anleitungen bereit. Wichtig zu wissen:

  • Adressdaten müssen manuell übertragen werden.

  • Zahlungsinformationen können aus Sicherheitsgründen nicht exportiert werden und müssen neu eingegeben werden.

Tipp: Wer lieber auf Drittanbieter wie Bitwarden oder 1Password setzt, sollte die Daten ebenfalls bald übertragen – bevor sie endgültig verloren sind.

Weitere sicherheitsänderungen bei microsoft: passwortfreie zukunft?

Parallel zur Änderung beim Authenticator arbeitet Microsoft auch an einer passwortfreien Zukunft. Einige Microsoft-Konten unterstützen bereits alternative Login-Methoden wie die Authenticator-App, Windows Hello oder FIDO-Schlüssel.

Gleichzeitig wurde kürzlich in Windows eine Passwort-Sicherheitslücke entdeckt, die laut tagesschau.de potenziell Millionen Nutzer betrifft. Microsoft hat entsprechende Patches bereits ausgerollt – Nutzer sollten ihre Systeme unbedingt aktuell halten.

Hinweis: Für Windows 10 endet der Support für Sicherheitsupdates im Oktober 2025. Wer das System weiterhin nutzt, sollte eine baldige Umstellung planen.

Jetzt umsteigen und daten sichern

Die Einstellung der Autofill-Funktion im Microsoft Authenticator bedeutet für viele Nutzer einen Bruch mit alten Gewohnheiten. Wer seine Daten nicht verlieren will, muss spätestens bis August handeln. Edge bietet eine nahtlose Integration – wer andere Tools nutzt, sollte jetzt aktiv werden.

Was nach Einschränkung klingt, ist Teil einer langfristigen Strategie: weg vom Passwort – hin zu sichereren Login-Verfahren.

Quelle: Chip.

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