Die OPEC+ hat beschlossen, ihre Rohölförderung ab Juni 2025 um 411.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Ursprünglich war eine Erhöhung von 138.000 Barrel geplant. Diese Maßnahme dient als Reaktion auf die Nichteinhaltung der Förderquoten durch Länder wie Irak und Kasachstan. Die zusätzlichen Mengen sollen den Ölpreis drücken und die betreffenden Länder zur Einhaltung der Vereinbarungen bewegen. Insgesamt wird damit ein Teil der seit 2022 freiwillig reduzierten Fördermenge von 2,2 Millionen Barrel pro Tag wieder auf den Markt gebracht. Ursprünglich war geplant, diese Kürzungen bis Ende 2026 schrittweise zurückzunehmen; nun könnte dieser Zeitplan auf November 2025 verkürzt werden.
Geopolitische Spannungen beeinflussen den Markt kaum
Obwohl geopolitische Spannungen, insbesondere zwischen Israel und dem Iran, bestehen, zeigen die Ölpreise eine Abwärtstendenz. Eine von den Houthi-Rebellen aus dem Jemen abgefeuerte Rakete schlug kürzlich nahe des israelischen Hauptflughafens ein. Israel kündigte daraufhin Vergeltung an und bezog den Iran in seine Drohungen ein. Im Westen wird angenommen, dass der Iran Gruppen wie die Houthi-Rebellen unterstützt. Trotz dieser Spannungen bleibt der Ölmarkt von einem Überangebot geprägt, was die Preise weiterhin drückt.
Heizölpreise erreichen neues Dreijahrestief

Die Auswirkungen der erhöhten Förderquoten zeigen sich deutlich bei den Heizölpreisen:
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Deutschland: Rückgang um 1,25 Cent pro Liter
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Österreich: Rückgang um 0,15 Cent pro Liter
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Schweiz: Rückgang um 0,75 Rappen pro Liter
In Deutschland liegt der durchschnittliche Heizölpreis aktuell bei 86,00 Euro pro 100 Liter, was einem Rückgang von 0,92 % zum Vortag entspricht.
Verbraucherinteresse steigt deutlich
Die sinkenden Preise führen zu einem erhöhten Interesse der Verbraucher:
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Die Nachfrage liegt beim Fünffachen des für diese Jahreszeit üblichen Niveaus.
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Mehr als sechsmal so viele Heizölinteressenten wie üblich suchen nach passenden Angeboten.
Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass viele Verbraucher die aktuellen Preise als günstigen Kaufzeitpunkt betrachten.
Jetzt Heizöl kaufen oder warten?
Angesichts der aktuellen Marktlage scheint jetzt ein günstiger Zeitpunkt für den Heizölkauf zu sein. Die Preise sind auf einem Dreijahrestief, und die Nachfrage steigt. Allerdings sollten Verbraucher auch die geopolitischen Risiken im Auge behalten, die zu Preisschwankungen führen könnten. Eine rechtzeitige Bevorratung kann vor möglichen Preisanstiegen schützen.
Quelle: HeizOel24.