Gute Nachrichten für alle, die ihre Heizöltanks auffüllen möchten: Die Preise befinden sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf einem erfreulich niedrigen Niveau – in vielen Regionen sogar nahe des Jahrestiefs. Der globale Ölmarkt bleibt unter Druck, und das wirkt sich spürbar auf die Endverbraucherpreise aus.
Globale Einflussfaktoren drücken die Ölpreise

Seit Wochenbeginn schwanken die Rohölpreise nur leicht, doch mehrere Faktoren sorgen für eine tendenzielle Abwärtsbewegung. Dazu gehören Unsicherheiten bei den Atomverhandlungen mit dem Iran, enttäuschende Nachfrageprognosen aus China sowie Spekulationen über eine mögliche Lockerung der Förderkürzungen seitens OPEC+.
Obwohl neue US-Sanktionen gegen den Iran und bullische Lagerdaten der API den Markt kurzfristig stützen konnten, überwog zur Wochenmitte der Verkaufsdruck. Besonders Aussagen von IEA-Chef Fatih Birol, der auf eine Abschwächung der globalen Nachfrage verwies, ließen die Kurse wieder sinken.
Zudem sorgt Kasachstan mit Hinweisen auf eine eigenständigere Förderpolitik für Unruhe – ebenso wie Gerüchte, dass einzelne OPEC+-Mitglieder ihre Förderkürzungen schneller zurücknehmen könnten als gedacht.
Heizölpreise: Deutschland, Österreich und die Schweiz im Überblick

In Deutschland liegt der durchschnittliche Heizölpreis derzeit bei etwa 89 Cent pro Liter – ein Rückgang um rund einen Cent gegenüber dem Vortag. Das ist nicht nur deutlich günstiger als im April 2024, sondern auch günstiger als im März dieses Jahres, als vielerorts über 94 Cent je Liter gezahlt wurden.
In Österreich zeigt sich ein ähnliches Bild. Zwar ist die psychologisch wichtige 1-Euro-Marke noch nicht durchbrochen, doch der aktuelle Preis von etwa 1,05 Euro pro Liter liegt rund 13 % unter dem Jahresanfang.
In der Schweiz bleibt der Preis bei stabilen 97 Rappen pro Liter, nachdem es zuletzt zu größeren Schwankungen kam. Auch hier lässt sich eine tendenziell verbraucherfreundliche Entwicklung erkennen.
Marktprognose: Jetzt kaufen oder noch abwarten?
Die Versorgungslage ist derzeit gut, und die Preisstruktur zeigt keine kurzfristigen Risiken für starke Anstiege. Wer jetzt bestellt, bewegt sich weiterhin nahe am Tiefstand – ein klarer Vorteil gegenüber den Vormonaten.
Allerdings: Sollten sich geopolitische Spannungen oder Förderentscheidungen kurzfristig ändern, könnten sich die Preise rasch wieder erholen. Wer spekulieren möchte, könnte auf weitere Abschläge hoffen – riskiert aber, den aktuell günstigen Preis zu verpassen.