Es gibt erneut schlechte Nachrichten aus der Gaming-Welt: Warner Bros. Games stellt nicht nur sein lang erwartetes Wonder Woman-Spiel ein, sondern schließt gleich drei seiner Studios. Dies ist Teil einer größeren Umstrukturierung in der Tech- und Gaming-Branche, die in den letzten Monaten bereits zahlreiche Kündigungen und Studio-Schließungen erlebt hat.
Laut einem Bericht von Bloomberg geht aus einer internen Mitteilung hervor, dass Monolith Productions – das Studio hinter „Mittelerde: Schatten des Krieges“ und „Mittelerde: Schatten von Mordor“ – seine Pforten schließen muss. Neben Monolith trifft es auch Player First Games und Warner Bros. Games San Diego. Die Entscheidung kommt inmitten anhaltender Schwierigkeiten bei Warner Bros. Games, die durch zuletzt schwächelnde Releases wie „Suicide Squad: Kill the Justice League“ zusätzlich verschärft wurden.
Wonder Woman-Spiel: Jahre der Unsicherheit enden mit dem Aus
Bereits früher hatte Bloomberg berichtet, dass das Wonder Woman-Spiel wiederholt neu gestartet wurde und mehrfach die Leitung wechselte. Dabei soll das Projekt bereits mehr als 100 Millionen US-Dollar verschlungen haben – und war trotzdem noch Jahre von einer Fertigstellung entfernt. Nun ist klar: Das Spiel wird nie das Licht der Welt erblicken.
In einer Stellungnahme gegenüber Kotaku bestätigte Warner Bros. Games die Hiobsbotschaft und bezeichnete die Studio-Schließungen als „strategische Neuausrichtung“. Die Entscheidung, das Wonder Woman-Projekt einzustellen, sei „schwierig, aber notwendig“ gewesen.
„Wir mussten einige sehr harte Entscheidungen treffen, um unsere Entwicklungsstudios und Investitionen so auszurichten, dass wir die bestmöglichen Spiele mit unseren wichtigsten Franchises – Harry Potter, Mortal Kombat, DC und Game of Thrones – entwickeln können. Nach reiflicher Überlegung haben wir beschlossen, drei unserer Studios zu schließen: Monolith Productions, Player First Games und Warner Bros. Games San Diego. Dies ist ein strategischer Richtungswechsel und keine Kritik an den Teams oder ihren Talenten.“
Das Wonder Woman-Spiel von Monolith wird nicht weiterentwickelt. Warner Bros. bedauert dies, da das Ziel war, den Fans eine erstklassige Spielerfahrung mit der ikonischen Heldin zu bieten. Doch innerhalb der aktuellen Strategie sei dies nicht mehr realisierbar. Das Unternehmen betonte seine Anerkennung für Monoliths Verdienste um epische Spielerlebnisse und bedankte sich bei den betroffenen Teams für ihre harte Arbeit.
Trotz der aktuellen Herausforderungen sieht Warner Bros. Games optimistisch in die Zukunft. Man wolle sich darauf konzentrieren, „hochwertige Spiele für leidenschaftliche Fans“ zu produzieren und das Geschäft ab 2025 wieder profitabel zu machen.
Was diese Entscheidung für die Zukunft von Warner Bros. Games bedeutet und welche Auswirkungen sie auf weitere Projekte haben wird, bleibt abzuwarten.