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Star Wars trifft DIY: Der erste Fanfilm von Coralie Fargeat

So sah die Oscar-nominierte Regisseurin mit 17 ihre Version von Star Wars
Von Germain Lussier Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Wie würden Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter aussehen, wenn man sie auf 14 Minuten zusammenkürzt und sie von der Oscar-nominierten Regisseurin von The Substance, Coralie Fargeat, inszeniert werden? Jetzt gibt es die Antwort.

Die Plattform Letterboxd hat einen ganz besonderen Star-Wars-Fanfilm ausgegraben – gedreht von Fargeat, als sie gerade einmal 17 Jahre alt war. Das ambitionierte Projekt mixt Filmszenen mit Stop-Motion-Animationen und Live-Action-Aufnahmen, in denen echte Schauspieler:innen in selbstgebastelten Kostümen zu sehen sind. Das Ergebnis: eine eigenwillige, aber beeindruckende Version des epischen Finales rund um Luke Skywalker, die Rebellen und den Todesstern.

Vom Teenie-Projekt zum Oscar-Erfolg

Fargeat selbst erinnert sich voller Nostalgie an dieses Herzensprojekt:

„Vor 30 Jahren, als ich 17 war, habe ich meinen eigenen kleinen Star-Wars-Film gemacht. Mit der Videokamera meiner Familie habe ich meine Actionfiguren Frame für Frame in Stop-Motion animiert, meine Freunde als Ewoks und Sturmtruppen verkleidet und das Ganze auf einem VHS-Recorder geschnitten – das war damals High-Tech! Es war total amateurhaft, aber alles, was ich an Filmen liebe, war schon da. Ich fühlte mich frei, leidenschaftlich und lebendig – und wusste danach, dass ich Regisseurin werden will. Jetzt, da ich für den Oscar als beste Regisseurin nominiert bin, muss ich an diesen kleinen Film zurückdenken… Folgt euren Träumen!“

Und der Film zeigt: Schon als Teenager hatte Fargeat ein Gespür für visuelles Erzählen. Die Art, wie sie die Kamera um ihre Actionfiguren bewegt, macht deutlich, dass sie schon früh verstanden hat, wie Bewegung und Perspektive Spannung erzeugen können. Besonders bemerkenswert sind auch die Establishing Shots – also die Szenen, die Schauplätze einführen. Die meisten Fanfilme von Jugendlichen bestehen aus wilden Schnitten und wackligen Nahaufnahmen – nicht so bei Fargeat.

Ein nostalgischer Star Wars Liebesbrief

Das beste an diesem Fanfilm? Man spürt in jeder Sekunde die kindliche Begeisterung und Kreativität, mit der er gemacht wurde. Fargeat hält sich nicht nur an die ikonische Musik von John Williams, sondern mischt auch die Titelmelodien von Indiana Jones und sogar Der Pate in den Soundtrack. Das Ergebnis ist ein wilder, liebevoller Mix, der einfach Spaß macht.

Auch die handgemachten Kostüme tragen zum Charme bei. Sie sind simpel, aber sie funktionieren – und es ist großartig zu sehen, wie sich die Darsteller:innen voller Enthusiasmus durch die Szenen bewegen.

Bleibt nur zu hoffen, dass Lucasfilm diesen Fanfilm für das sieht, was er ist: eine Hommage an Star Wars von einer inzwischen Oscar-nominierten Regisseurin, die ihre Liebe zur Saga nie verloren hat. Denn seien wir ehrlich: Die legendäre Yub Nub-Szene am Ende? Einfach herrlich – auch wenn sie offiziell nicht mehr Kanon ist.

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