Wie wird das Leben in 40 Jahren aussehen? Eine aktuelle Umfrage unter 2.000 Erwachsenen in den USA erlaubt einen Blick in die kollektive Vorstellung der Zukunft. Die Prognosen sind wenig optimistisch: Man rechnet mit drastisch steigenden Kosten, einer immer unerreichbareren Rente und einer Gesellschaft, die tiefgreifend von Technologie geprägt ist. Das Jahr 2065, so glauben viele, wird teurer, automatisierter – und weniger zugänglich.

Der Traum vom Eigenheim rückt in weite Ferne
Schon heute ist Wohneigentum schwer erreichbar – doch in der Zukunft könnte es nahezu unmöglich werden. Nur 41 % der Befragten besitzen derzeit ein eigenes Haus. Von den übrigen glauben lediglich 35 %, sich eines Tages eine Immobilie leisten zu können. Ein Viertel geht bereits davon aus, sein Leben lang zur Miete zu wohnen.
Gefragt nach dem erwarteten Immobilienpreis im Jahr 2065, gaben die Teilnehmer im Schnitt 682.120 US-Dollar an – mehr als 270.000 Dollar über dem heutigen Durchschnitt. Doch nicht nur Häuser machen Sorgen: Um im Jahr 2065 „überleben“ zu können, glaubt man, ein jährliches Familieneinkommen von 508.950 Dollar zu benötigen – im Vergleich zu heutigen 80.610 Dollar. Trotzdem zweifeln viele, ob das überhaupt für Stabilität reichen würde.
Renten in der Krise – und schwindendes Vertrauen
Einer der alarmierendsten Befunde betrifft das Thema Ruhestand. Ein Viertel der Befragten glaubt, dass eine finanzielle Rente 2065 nicht mehr realistisch sein wird. Sie schätzen, dass man über 3,5 Millionen Dollar benötigen würde, um sich komfortabel zur Ruhe setzen zu können.
Bei der Generation Z sagt fast die Hälfte, dass Ruhestand für die Mehrheit nicht mehr möglich sein wird. Außerdem glauben 64 %, dass heutige junge Menschen im Alter deutlich schlechter dastehen werden als die Babyboomer. Diese Wahrnehmung verstärkt die allgemeine Sorge um den finanziellen Abstieg: 38 % meinen, dass die nächste Generation schlechter leben wird als die vorherige.
Eine Zukunft, beherrscht von Technologie

Technologische Umbrüche gelten als unausweichlich: 39 % der Befragten erwarten, dass alles Geld digital sein wird, und 36 % rechnen mit biometrischen Bezahlsystemen. Laut 35 % wird künstliche Intelligenz im Haushalt zum Alltag gehören. 30 % gehen davon aus, dass implantierte Gesundheitsmonitore normal sein werden.
Auch die Arbeitswelt wird sich verändern: Für 2065 wird eine 30-Stunden-Woche auf vier Tage verteilt prognostiziert. Was zunächst positiv klingt, sehen viele eher als notwendige Anpassung denn als echte Verbesserung der Lebensqualität.
Für viele gleicht die Vorstellung der Zukunft nicht mehr einem Versprechen, sondern einer Warnung.