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Sinners ist ein überschwänglicher und hypnotischer Vampirfilm, der dir durch Mark und Bein geht

Ryan Cooglers neuestes Meisterwerk mit Michael B. Jordan in einer Doppelrolle startet am Freitag in den Kinos.
Von Sabina Graves Übersetzt von

Lesezeit 3 Minuten

Ryan Cooglers Sinners festigt den Platz des Filmemachers unter den Großen des Kinos, die durch originelles Erzählen eine breite Masse ansprechen und gleichzeitig eine ebenso starke Vision in Blockbuster-Epen umsetzen. Es ist ein Vampirfilm, der gleichzeitig ein reiches Geflecht aus Kunst, Musik und Kultur ist, tief verwurzelt in der Geschichte. In 70mm ist es ein Fest für die Augen, von dem man kaum den Blick abwenden kann, während man gleichzeitig am Rand des Sitzes klebt.

So verführerisch war Angst noch nie. Vom ersten Moment an, in dem Sinners mit seiner atemberaubenden Cold-Open packt, ist Cooglers Film ein hypnotischer Fiebertraum auf Zelluloid, angetrieben von seinem natürlichen Gespür für und seiner Liebe zur Kunstform.

Ich mach kein Geheimnis draus: Das ist reines Kino, unverdünnt und selten. Ich bin ein Vampir-Fanatiker, und auf dieser Ebene fühlte es sich einfach gut an, dazusitzen und völlig gefesselt zu sein, während Coogler das exquisiteste, blutgetränkte Spektakel von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang inszeniert – ein Kampf um die Seele der Kunst. Es gibt fast zu viele Schichten, um sie beim ersten Sehen zu entschlüsseln, aber alle sind meisterhaft umgesetzt.

Ein Film, der von der ersten Szene an fesselt

So verführerisch war Angst noch nie. Vom ersten Moment an, in dem Sinners mit seiner atemberaubenden Cold-Open packt, ist Cooglers Film ein hypnotischer Fiebertraum auf Zelluloid, angetrieben von seinem natürlichen Gespür für und seiner Liebe zur Kunstform.

Ich mach kein Geheimnis draus: Das ist reines Kino, unverdünnt und selten. Ich bin ein Vampir-Fanatiker, und auf dieser Ebene fühlte es sich einfach gut an, dazusitzen und völlig gefesselt zu sein, während Coogler das exquisiteste, blutgetränkte Spektakel von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang inszeniert – ein Kampf um die Seele der Kunst. Es gibt fast zu viele Schichten, um sie beim ersten Sehen zu entschlüsseln, aber alle sind meisterhaft umgesetzt.

Vampirregeln mit einem Twist

Die Vampirregeln in Sinners sind eine Mischung aus klassischen Elementen mit ein paar neuen Kniffen. Wir haben Pfähle ins Herz, Sonnenlicht, das verbrennt, und natürlich die Notwendigkeit, eingeladen zu werden. Und das alles wird so aufrichtig gespielt, ganz ohne Ironie, dass es funktioniert – selbst wenn Mitglieder der eigenen Community verwandelt werden und versuchen, in den Club zu gelangen. Es soll erschreckend sein, aber auch humorvoll, und diese humorvollen Momente geben dem Publikum Gelegenheit zum Durchatmen.

Es gibt einfach so viel Spannung zwischen der Gefahr freundlich wirkender weißer Leute mit Blutdurst in den Augen, die versuchen, in den Club zu kommen, und der unbestreitbaren Anziehungskraft der Hauptdarstellerinnen. Neben Mosaku spielt Hailee Steinfeld die verschmähte Geliebte von Stack, die sich ihren Mann mit solcher Leidenschaft zurückholt – sagen wir einfach, der Film ist auf die beste Weise übermäßig sinnlich. Man will die Augen nicht abwenden von all den sündigen Genüssen für Auge und Ohr.

Kunst, Musik und die Seele der Nacht

Die Anziehungskraft der Musik, die die Kreaturen der Nacht rund um den Club versammelt, bringt die Leinwand zum Leuchten; man glaubt, dass Sammy das Licht ist, das diese Monster stehlen wollen, und die zusätzliche Ebene des „Warum“ macht das Ganze umso unglaublicher. In Sinners legt Coogler faulende Wahrheiten über die Welt in genialer und aufrührerischer Weise offen – und erforscht gleichzeitig die Dualität, dass trotz unserer Schwächen das, was wir erschaffen, es wert ist, gegen das Böse verteidigt zu werden.

Ich kann es kaum erwarten, diesen Film erneut zu sehen – er gehört für mich zu den besten Vampirfilmen aller Zeiten, neben Near Dark, Bram Stoker’s Dracula, Thirst und Let the Right One In – alles Filme, die sich vom Rest des Mediums abheben und einfach filmische Meisterwerke sind.

Sinners startet am 18. April in den Kinos.

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