Zum Inhalt springen
io9

Produzent von Captain America: Brave New World über Änderungen an der umstrittensten Figur

Die israelische Schauspielerin Shira Haas spielt Ruth Bat-Seraph alias Sabra im Film – doch ihre Rolle könnte anders sein, als Comic-Fans erwarten.
Von Cheryl Eddy Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Marvel-Filme sind darauf ausgelegt, ein möglichst breites Publikum zu begeistern. Sie sollen Millionen einspielen und gleichzeitig die Vorfreude auf all die anderen Marvel-Projekte wecken, die Monate oder sogar Jahre im Voraus geplant werden. Auch wenn das Studio nicht immer frei von Kontroversen ist, versucht es doch, größere Skandale zu vermeiden – selbst wenn es sich entscheidet, eine potenziell umstrittene Figur in einen seiner Blockbuster zu integrieren.

Eine neue Interpretation von Sabra für das MCU

In einem neuen Interview mit Entertainment Weekly sprach Captain America: Brave New World-Produzent Nate Moore über mögliche Bedenken hinsichtlich der Figur Ruth Bat-Seraph alias Sabra. Sie wird im Film von der israelischen Schauspielerin Shira Haas verkörpert. In den Comics ist Sabra eine Mutantin, die zudem als Mossad-Agentin tätig ist. Laut EW wird die Figur im Film jedoch als „hochrangige US-Regierungsbeamtin“ beschrieben – Teil von Marvels Plan, einen „neuen Ansatz“ für sie zu wählen. Angesichts des aktuellen politischen Klimas könnte diese Entscheidung bei den Zuschauern – unabhängig von ihrer persönlichen Meinung – gemischte Reaktionen hervorrufen.

Während der Kinostart von Brave New World näher rückt, wird diese Änderung weiterhin von Fans diskutiert. Die Filmemacher sind sich dessen durchaus bewusst. Moore erklärte gegenüber EW, dass die vorgenommenen Änderungen „nicht in dem Maße geschehen sind, wie es online berichtet oder spekuliert wurde.“

Er gab zudem einen kleinen Einblick in das, was die Zuschauer von der Figur im neuen Film erwarten können. Sie arbeitet tatsächlich im Sicherheitsdienst von Harrison Fords Präsident Ross, wie das Marketing zum Film zeigt. Ihre Hintergrundgeschichte wurde jedoch angepasst: Statt einer Mossad-Agentin ist sie eine Black Widow-Agentin – ein Konzept, das MCU-Fans bereits vertraut ist. „Eines der spannenden Elemente des Black Widow-Films war die Idee, dass das Red Room-Programm nicht nur ein russisches Staatsprojekt war, sondern ein internationales Netzwerk“, erklärte Moore.

„Ruths Perspektive im Film ist wirklich interessant, denn es ist kein Geheimnis, dass sie für die US-Regierung arbeitet und mit Thaddeus Ross zusammenarbeitet. Die Dynamik zwischen Ruth und Sam Wilson [alias Captain America, gespielt von Anthony Mackie] ist besonders faszinierend: Sie haben eine völlig unterschiedliche Sicht darauf, wer Thaddeus Ross ist und ob er ein würdiger Präsident ist. Diese Gegensätze werden Sam und Ruth in eine interessante Konfrontation führen.“

Captain America: Brave New World kommt am 14. Februar in die Kinos.

Diese Geschichte teilen