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„How to Train Your Dragon“: Ein atemberaubendes Fantasy-Epos

Dean DeBlois’ Realverfilmung seines Animationshits kommt am 13. Juni in die Kinos.
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Lesezeit 3 Minuten

Eine treue Neuinterpretation mit emotionaler Tiefe

Die Realverfilmung von How to Train Your Dragon ist eine epische, aber gleichzeitig detailgetreue Adaption der Animationsreihe, die auf den Originalbüchern von Cressida Cowell basiert. Regisseur Dean DeBlois, der auch die ursprüngliche DreamWorks-Trilogie inszenierte, bewahrt das Herz der geliebten Franchise und verleiht ihr durch neue dramatische Tiefe eine frische Magie. Der neue Ansatz verankert die Coming-of-Age-Geschichte in einem visionären Auftakt, der sowohl neue als auch langjährige Fans in eine Welt der Wikinger entführt – in der Drachen tatsächlich existieren könnten.

Hiccup und Ohnezahn: Eine zeitlose Geschichte neu erzählt

Mason Thames (The Black Phone) verkörpert Hiccup mit viel Charme und Natürlichkeit. Durch ihn erleben die Zuschauer eine neue Perspektive auf die Drachen – ganz anders als seine Familie, die die mystischen Wesen erbittert jagt. Die Begegnung mit Ohnezahn, einem sanftmütigen Nachtschatten-Drachen, bleibt der emotionale Kern der Geschichte über Liebe, Zusammenhalt und das harmonische Miteinander unterschiedlicher Lebensformen. Hiccups Wandel vom Drachentöter zum Drachentrainer ist und bleibt eine universelle Botschaft.

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© Universal Pictures

Väter und Söhne: Ein Konflikt mit emotionaler Wucht

Die Vater-Sohn-Beziehung zwischen Hiccup und Stoick, seinem Vater, steht weiterhin im Mittelpunkt der Handlung. Gerard Butler kehrt in seine Rolle aus dem Animationsfilm zurück und verleiht ihr neue Tiefe. Er spielt den inneren Konflikt eines Vaters, der versucht, sein Kind an der Schwelle zum Erwachsensein zu leiten – mit allen Erwartungen und Ängsten, die das mit sich bringt. Zwischen Butlers rauer Wikinger-Autorität und seinen verletzlichen Momenten entsteht ein kraftvoller emotionaler Kontrast, der den zentralen Konflikt des Films greifbar macht: Was, wenn alles, was wir über „den Feind“ glauben, hinterfragt werden muss?

Eine Welt voller Drachen – zum Greifen nah

Dank der Kameraarbeit von Bill Pope erwacht die fantastische Insel Berk zum Leben. Man kann sich förmlich vorstellen, wie Wikinger und Drachen hier Seite an Seite – oder gegeneinander – kämpfen. Gemeinsam mit DeBlois’ Regie entsteht eine der visuell eindrucksvollsten Familienfantasys der letzten Jahre. How to Train Your Dragon ist ein aufregendes Abenteuer, das Lust auf mehr macht.

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© Universal Pictures

Romantik, Teamgeist und ein Hauch von Zukunft

Nico Parker glänzt als Astrid – stark, entschlossen und inspirierend. Sie verkörpert die Anführerin, die Hiccup in ihrer Beziehung aufblühen sieht. Die Chemie zwischen Parker und Thames verleiht dem Film zusätzlich Tiefe und weckt große Erwartungen an die kommenden Kapitel dieser jungen Liebe. Zwar treten die Nebenfiguren etwas in den Hintergrund, doch das wirft die spannende Frage auf, ob – wie schon bei der Animationsreihe – künftig Serien zwischen den geplanten Fortsetzungen entstehen könnten.

Eine neue Generation entdeckt Berk

DeBlois entfacht mit Feingefühl das Feuer seines geliebten Universums neu. Insgesamt ist How to Train Your Dragon ein episches Abenteuer, das die Grundlage für Hiccups und Ohnezahns Geschichte neu legt. Die CGI-Umsetzung von Ohnezahn bleibt seinem ursprünglichen Charme treu – eine Mischung aus Katze und Hund, nur eben als Drache – und fügt sich nahtlos in das neue visuelle Konzept ein.

Ein Abenteuer für Herz und Fantasie

Die Erzählweise ist emotional, die Welt vertraut und doch neu. DeBlois vereint das emotionale Zentrum von Cowells Buchreihe mit seinem Gespür für visuelles Geschichtenerzählen und hebt die Drachenkämpfe auf ein spektakuläres neues Level. Die Mischung aus Nostalgie und Neugier auf das Kommende macht diesen Film zu einem Must-See für die ganze Familie – oder für alle, die das Kind in sich bewahrt haben.

Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten – besonders mein Lieblingsteil der Reihe! (Die Easter Eggs!) Wer Lust auf ein fantasievolles Kinoerlebnis hat, liegt mit How to Train Your Dragon genau richtig.

Kinostart ist der 13. Juni.

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