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Wissenschaft

Gold verkaufen mit Köpfchen: Worauf Sie bei der Wertanlage unbedingt achten sollten

Der Goldpreis boomt, aber auch die Risiken steigen. Wer sein Gold verkaufen möchte, sollte nicht blind zum nächstbesten Händler rennen. Von Preisfallen bis dubiose Händler: Diese Tipps helfen Ihnen, den echten Wert Ihres Goldes zu erkennen – und fair zu verkaufen.
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Gold gilt als krisensichere Geldanlage und erlebt gerade in Zeiten niedriger Zinsen einen neuen Höhenflug. Doch wer jetzt verkaufen will, sollte sich nicht vom glänzenden Schein blenden lassen: Der Goldmarkt ist volatil, die Ankaufpreise schwanken stark – und nicht jeder Händler meint es ehrlich. Wie Sie Ihr Gold richtig bewerten, vor Betrug schützen und den besten Preis herausholen, erfahren Sie hier.

Goldpreis und Dollar: Warum der Kurs nicht nur vom Metall abhängt

Gold ist weltweit gefragt, doch sein Preis schwankt – abhängig von Angebot und Nachfrage, aber auch vom US-Dollar. Denn: Gold wird an den Börsen in Dollar gehandelt. Fällt der Dollarkurs im Vergleich zum Euro, sinkt auch der reale Wert Ihres Goldes für europäische Verkäufer.

Deshalb rät Verbraucherschützer Hermann-Joseph Tenhagen von Finanztip, nur maximal zehn Prozent des eigenen Vermögens in Gold zu investieren. Denn Gold ist keine renditestarke Anlage, sondern vor allem ein Sicherheitsanker – und dazu spekulativ.

So berechnen Sie den Wert Ihres Goldes

Gold verkaufen mit Köpfchen: Worauf Sie bei der Wertanlage unbedingt achten sollten
© Unsplash – Zlaťáky.cz.

Bevor Sie verkaufen, sollten Sie den aktuellen Tagespreis kennen – dieser wird pro Unze (31,1 Gramm) angegeben. Um den Gramm-Preis zu berechnen, teilen Sie den Börsenwert durch 31,1. Dann multiplizieren Sie diesen Wert mit dem Feingehalt Ihres Stücks.

Dieser lässt sich an den Gravuren erkennen:

  • 333 steht für 33,3 % Goldanteil

  • 585 für 58,5 %

  • 750 für 75 %

Bei Barren oder Anlagemünzen wie dem Krügerrand ist der Goldgehalt festgelegt. Preise für solche Stücke lassen sich einfach online über Vergleichsportale prüfen, so die Verbraucherzentrale NRW.

Fehlt eine Gravur, können Juweliere oder Scheideanstalten den Anteil bestimmen – allerdings kostenpflichtig. Laut dem SWR-Magazin Marktcheck werden meist 10 % des Wertes an die Scheideanstalt und weitere 10 % als Händlermarge abgezogen.

Unseriöse Händler erkennen: Sicherheit geht vor

Ein seriöser Händler dokumentiert jeden Schritt. Fehlen Quittungen oder schriftliche Nachweise, sollten Sie misstrauisch werden. Besonders bei Haustürgeschäften raten Verbraucherschützer zur Vorsicht – hier kann es sogar um spätere Einbruchsvorbereitung gehen.

Wer online verkauft, sollte unbedingt auf Versicherungsschutz beim Versand achten und vorab prüfen, ob der Händler seriös ist – etwa durch Kundenbewertungen oder Einträge im Handelsregister.

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