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Wissenschaft

Was wäre, wenn Gold angepflanzt werden könnte? Der überraschende Fund, der uns reich machen könnte

Ein wissenschaftliches Team hat eine ebenso unerwartete wie vielversprechende Technik entdeckt: ein Pilz mit der Fähigkeit, „Gold zu kultivieren“ aus Weltraummineralien. Dieser durch jahrelange Studien unterstützte Fortschritt bietet eine neue Möglichkeit, auf das begehrteste Metall zuzugreifen, ohne auf traditionelle destruktive Methoden zurückzugreifen.
Von Martín Nicolás Parolari Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Seit Jahrhunderten ist Gold ein Symbol für Reichtum und Macht, und seine Gewinnung hat oft kostspielige und umweltschädliche Prozesse mit sich gebracht. Ein kürzlicher wissenschaftlicher Fortschritt könnte diese Realität radikal verändern. Forscher haben eine ungewöhnliche Methode entdeckt, um Gold mithilfe von Pilzen zu „kultivieren“, eine Technik, die den Beginn einer neuen Ära im Bergbau markieren könnte.

Das Gold, das aus dem Pilz entsteht

Der Schlüssel zu diesem Fund ist der Fusarium oxysporum, ein gewöhnlicher Pilz in den Wäldern Australiens, der eine außergewöhnliche Fähigkeit gezeigt hat: Er kann Mineralien in Goldpartikel umwandeln. Diese Entdeckung wurde von Nature Communications veröffentlicht und von dem Wissenschaftler Tsing Bohu geleitet, der ein Pionierexperiment aus der Stadt Boddington gemeinsam mit dem Team des CSIRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation) durchführte.

Die Technik bestand darin, Stämme des Pilzes mit Staub aus einem Meteoriten des Asteroidengürtels zu mischen. Zu Überraschung des Teams war der Organismus nicht nur in der Lage, die Mineralien aufzunehmen, sondern auch, sie mit einer nie zuvor verzeichneten Effizienz in kleine Mengen Gold zu verwandeln.

Bohu drückte sein Erstaunen aus: „Gold ist chemisch so inert, dass diese Art von Interaktion ungewöhnlich ist. Ich musste es mit eigenen Augen sehen, um es zu glauben.“

Pilze und Metalle: Eine unerwartete Symbiose

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© iStock.

Pilze haben seit Jahren ihre Fähigkeit gezeigt, organische Materialien zu zersetzen, aber diese Studie bestätigt, dass sie auch mit Metallen wie Eisen, Kalzium, Aluminium … und jetzt auch Gold interagieren können. Im Fall von Fusarium oxysporum erkennt er nicht nur das Gold in seiner Umgebung, sondern integriert es in seine biologische Struktur und löst einen natürlichen Prozess der Bioproduktion des Metalls aus.

Dieses Phänomen fügt sich in eine Forschungslinie ein, die als metabolischer Bergbau bekannt ist, bei der versucht wird, lebende Organismen zu nutzen, um Mineralressourcen auf nachhaltigere und weniger invasive Weise abzubauen.

Metabolischer Bergbau: Weltraumgold in Reichweite

Der metabolische Bergbau zeichnet sich als eine der kühnsten und vielversprechendsten Alternativen der kommenden Jahrzehnte aus. Er basiert auf der Nutzung lebender Organismen – wie Bakterien oder Pilzen – zur Gewinnung wertvoller Mineralien, nicht nur von der Erde, sondern auch von Himmelskörpern wie Asteroiden.

Laut der Datenbank Asterank enthalten nur etwa ein Dutzend nahegelegener Asteroiden Mineralien, die mehr als 1,5 Milliarden Dollar wert sind. Daher das Interesse, diese Pilzstämme so zu modifizieren, dass sie in der Lage sind, diese Ressourcen direkt im Weltraum zu verarbeiten.

Solche Techniken würden nicht nur die Abhängigkeit vom terrestrischen Bergbau reduzieren, sondern auch die Tür zu einer neuen Wirtschaft öffnen, die auf der Erkundung extraterrestrischer Materialien basiert.

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