Das Genre Bullet Heaven hat sich seit dem Erfolg von Vampire Survivors schnell entwickelt, mit zahlreichen Titeln, die deren Formel übernommen und einen eigenen Twist hinzugefügt haben. Dennoch haben nur wenige wirklich im Kartendesign innoviert, einem entscheidenden Aspekt für das Gameplay. Ein bevorstehender Release bewahrt nicht nur das Wesen des Genres, sondern führt auch eine strategische Ebene ein, die jede Partie herausfordernder und taktischer machen wird.
Ein neuer Ansatz im Kartendesign
Einer der markantesten Aspekte von „Wildkeepers Rising“, dem neuen Spiel von Lioncode Games, ist dessen Fokus auf das Kartendesign. Während viele ähnliche Titel in völlig flachen Gebieten mit wenigen Hindernissen entwickelt werden, bringt dieses Spiel Vertikalität, Brücken, Wasserflächen und strategische Punkte ein, die die Spieler zu ihrem Vorteil nutzen können.

Dieser Wechsel ist nicht nur ästhetisch, sondern beeinflusst direkt das Gameplay, indem er den Spielern ermöglicht, das Terrain zu nutzen, um den Fluss der Gegner zu kontrollieren. Anstatt einfach ohne Einschränkungen herumzulaufen, können die Spieler die Umgebung nutzen, um die Feinde in bestimmte Zonen zu lenken, Hinterhalte zu erstellen oder zu vermeiden, leicht eingekreist zu werden.
Mehr als nur eine Hommage an Vampire Survivors
Obwohl unbestreitbar ist, dass „Wildkeepers Rising“ Inspiration aus dem Phänomen Vampire Survivors schöpft, beschränkt sich das Spiel nicht darauf, dessen Formel nachzuahmen. Neben dem variierteren Kartendesign führt der Titel RPG-Elemente und das Fangen von Kreaturen ein, was dem Genre eine völlig neue Dimension verleiht.
Diese Mischung aus hektischer Action und Sammlungsmechaniken schafft ein Erlebnis, das an klassische Serien wie Pokémon erinnert, aber in einem Überlebensformat, in dem jede taktische Entscheidung den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen kann.
In einer kürzlichen Spielpräsentation erklärte der Direktor von Lioncode Games, Sergio Garcas, dass das Kartendesign eine bewusste Entscheidung war, um ein Maß an Strategie hinzuzufügen, das über das Ausweichen von Kugeln und das unermüdliche Eliminieren von Gegnern hinausgeht.
„Intelligent mit den Karten umzugehen, ist etwas, an dem wir gezielt gearbeitet haben. Es wird offene Bereiche und Stellen mit Engpässen geben. Wenn du dich stark fühlst, kannst du die Feinde in eine geschlossene Zone führen und sie schnell ausschalten. In anderen Fällen könntest du in einer Sackgasse gefangen sein und um dein Überleben kämpfen müssen.“
Diese Variabilität sorgt dafür, dass jedes Spiel anders ist, abhängig davon, wo und wie die Spieler gegen die Gegnerhorden antreten. Im Gegensatz zu anderen Spielen des Genres, in denen die einzige Option darin besteht, sich ständig zu bewegen und ununterbrochen zu schießen, müssen die Spieler hier überlegen, wie sie den Raum nutzen, um ihre Überlebenschancen zu maximieren.
Mehr als nur eine Mechanik: Ein narrativer Kartendesignansatz
Der künstlerische Leiter von „Wildkeepers Rising“, Lyle Moore, betonte ebenfalls, dass das Kartendesign nicht nur strategische Zwecke erfüllt, sondern auch zur Immersion und Narration beiträgt.
„Wir wollen, dass die Spieler sich auf einem Abenteuer fühlen, wenn sie unsere Karten erkunden und nach Geheimnissen suchen. Das ist viel einfacher zu erreichen, wenn die Szenarien Tiefe haben und nicht einfach nur ein leeres Feld sind.“
Dieser Ansatz verstärkt die Idee, dass jedes Spiel nicht nur eine endlose Schlacht ist, sondern eine Reise durch eine geschichtsträchtige Welt, in der die Umgebungen die Identität des Spiels widerspiegeln und den Spielern ermöglichen, neue Strategien zu entdecken, während sie voranschreiten.
Während der Markt für Bullet Heaven-Spiele weiterhin wächst, wird es zunehmend schwieriger, innovative Wege innerhalb des Genres zu finden. „Wildkeepers Rising“ scheint einen interessanten Weg gefunden zu haben und bietet ein taktischeres Gameplay, ohne die intensive Action, die die Spieler erwarten, zu opfern.
[Quelle: GameRant]