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Der Wahnsinns-Trailer zum CW-Reboot der Powerpuff Girls ist geleakt

Der Trailer taucht aus der Versenkung auf
Von Isaiah Colbert Übersetzt von

Lesezeit 3 Minuten

Erinnert ihr euch noch daran, als The CW 2021 eine Live-Action-Serie der Powerpuff Girls ankündigte? Falls nicht, könnte das daran liegen, dass das Projekt ein einziges Chaos war: Der Pilot wurde überarbeitet, eine Hauptdarstellerin stieg aus, und schließlich wurde die Serie 2023 komplett gestrichen. Doch obwohl das Projekt offiziell begraben wurde, ist nun ein Trailer aufgetaucht, der einen Einblick in das gibt, was hätte sein können.

Der YouTube-Kanal Lost Media Busters, bekannt dafür, verschollene oder unveröffentlichte Medien ans Licht zu bringen, hat einen Clip zur CW-Serie der Powerpuff Girls hochgeladen. Doch kaum war das Video online, wurde es schon wieder gelöscht – Warner Bros. hat es aufgrund von Urheberrechtsverletzungen gesperrt.

Hätte die Serie es auf die Bildschirme geschafft, wären in den Hauptrollen Chloe Bennet (Agents of S.H.I.E.L.D.) als Blossom, Dove Cameron (Descendants) als Bubbles und Yana Perrault als Buttercup zu sehen gewesen. Dazu gesellten sich Donald Faison (Scrubs) als Professor Utonium, Robyn Lively als Sara Bellum und Nicholas Podany als Joseph „Jojo“ Mondel Jr. – besser bekannt als der Sohn von Mojo Jojo.

Powerpuff Girls, aber als Erwachsene

Der dreieinhalb Minuten lange Trailer, vertont von Tom Kenny (der Originalsprecher aus der Zeichentrickserie), zeigt die Powerpuff Girls als frustrierte 20-Somethings, die ihr Leben in Townsville hassen. Bubbles trinkt zu viel, Buttercup rebelliert auf ihre eigene Weise, und Blossom versucht verzweifelt, ihre Heldinnen-Vergangenheit hinter sich zu lassen. Irgendwann passiert etwas, das zum Tod von Mojo Jojo führt – und das Leben der Mädels gerät aus den Fugen.

Sieben Jahre später sind die Powerpuff Girls entfremdet: Blossom ist abgehauen, Buttercup arbeitet als Feuerwehrfrau und Bubbles tingelt als gescheiterte Influencerin durch die Gegend. In dieser neuen Realität übernimmt Jojo Jr. das Bürgermeisteramt von Townsville und schmiedet einen Plan, um Professor Utonium zu vernichten. Mithilfe von Manipulation und Gedankensteuerung bringt er die Bürger der Stadt dazu, sich in gewalttätigen Aufständen gegen den Professor zu wenden. Die Powerpuff Girls müssen sich noch einmal zusammentun, um die Wahrheit aufzudecken und ihren Vater zu retten.

Typischer CW-Stil – mit fragwürdigem CGI

Obwohl das Video inzwischen vielleicht aus dem Internet verschwunden ist, lässt sich eines mit Sicherheit sagen: Die Serie sah aus wie ein typisches CW-Produkt. Unbeholfene Szenen, wackelige Schauspielkunst und mittelmäßige CGI-Effekte, die YouTuber wie Rocket Jump wahrscheinlich besser hinbekommen hätten.

Doch trotz aller Schwächen hatte der Trailer seinen eigenen Charme. Die Serie setzte auf satirischen Millennial-Humor, mit Sprüchen wie Bubbles, die „down to clown“ mit den Juggalos von Insane Clown Posse ist, und Jojo Jr., der eine brennende Abneigung gegen Blossom hegt. Buttercup hingegen interessiert sich schlicht nicht mehr für das Wohl von Townsville. Klingt absurd? Ja, aber vielleicht hätte es genau deshalb einen gewissen Unterhaltungswert gehabt.

Das Projekt scheiterte an sich selbst

Bevor Chloe Bennet ausstieg, hatte CW-Chairman Mark Pedowitz noch Hoffnung in die Serie. In einem Interview mit Variety erklärte er, dass der erste Pilot „zu campy“ wirkte. „Es fühlte sich nicht real genug an“, so Pedowitz. Daher hätte man sich für Reshoots entschieden. Doch am Ende wurde das Projekt ganz gestrichen.

Die geleakten Szenen zeigen, dass die Macher die Serie nicht so ernsthaft angehen wollten, wie sie vielleicht behauptet hatten. Stattdessen wirkte das Ganze eher wie eine trashige, selbstironische CW-Produktion. Aber wer weiß? Vielleicht hätte es zumindest einen kultigen Hate-Watch-Faktor gehabt.

Dass wir überhaupt einen Blick auf dieses gescheiterte Experiment werfen konnten, ist eine Seltenheit in der TV-Welt. Was hätte aus dieser Serie werden können, wenn sie nicht so überzogen campy gewesen wäre? Wir werden es wohl nie erfahren.

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