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Was plant Vin Diesel mit seinem neuen Fast & Furious-Kurzfilm?

Ein Prequel zu Fast X Part 2? Moment mal… was?!
Von Germain Lussier Übersetzt von

Lesezeit 3 Minuten

Vin Diesel und Instagram – das ist eine ganz eigene Geschichte. Der Hollywood-Star liebt es, seinen über 100 Millionen Followern kryptische Botschaften zu schicken, die irgendwo zwischen Fanservice, halbgaren Ankündigungen und purer Vin-Diesel-Energie schweben. Neulich ließ er etwa mal eben fallen, dass ein „Groot“-Film in der Mache sei. Oder – und das ist neu – dass er selbst einen Fast & Furious-Kurzfilm drehen wird. Als Prequel zum elften und letzten Teil der Reihe. Ja, wirklich.

Und diesmal scheint es sogar ernst zu sein.

Zurück zu den Wurzeln?

Wer sich noch erinnert: Im Jahr 2009 veröffentlichte Diesel „Los Bandoleros“, einen Kurzfilm, der im offiziellen Fast & Furious-Kanon spielt. Er fungierte als Bindeglied zwischen dem ersten und dem vierten Teil und zeigte, was Dom Toretto in der Zwischenzeit so trieb. Der Film hatte überraschend viel Herz und vermittelte mehr Hintergrund über Doms Beziehung zu Letty, Han und Co. – also mehr als manche Kinofilme der Reihe. Regie? Führte Vin Diesel höchstpersönlich.

Und jetzt, mehr als 15 Jahre später, will er es offenbar nochmal wissen.

„Ich erinnere mich an diesen entscheidenden Moment in der Fast-Saga, als wir gerade den vierten Film abgedreht hatten“, schrieb Diesel auf Instagram. „Das Studio bat mich damals, ein Prequel zu drehen, das erklärt, wo Dom zwischen Teil 1 und 4 war. Das Ergebnis war Los Bandoleros. Und jetzt, all die Jahre später, kam erneut die Anfrage, ein Prequel zu inszenieren – diesmal zum großen Finale.“

Rätselraten um die Story

Doch worum soll es diesmal gehen? Als wir Dominic Toretto zuletzt sahen, befand er sich – ganz klassisch – in Lebensgefahr: eingeklemmt am Fuß einer explodierenden Staumauer. Kein Ausweg in Sicht. Und dann: Schnitt. Ende. Cliffhanger.

Ein Kurzfilm könnte also erklären, wie Dom da überhaupt lebend rausgekommen ist. Oder vielleicht sehen wir, was mit seinen Crew-Mitgliedern Roman, Tej, Han und Ramsey passiert ist, nachdem ihr Flugzeug abgeschossen wurde. Vielleicht sogar beides? Oder… wird all das etwa in einem YouTube-Kurzfilm abgehandelt, anstatt im finalen Blockbuster?

So absurd es klingt – bei Fast & Furious ist alles möglich. Und genau das macht die Sache so unterhaltsam.

Wo bleibt eigentlich Teil 11?

Eine andere Theorie: Der Kurzfilm soll einfach nur Zeit schinden. Denn der elfte Teil – also Fast X: Part 2 – lässt weiterhin auf sich warten. Kein offizielles Startdatum, keine konkreten Infos zur Handlung, und das Script scheint sich noch in der Mache zu befinden. Ein Lückenfüller-Kurzfilm würde also perfekt ins Bild passen.

Vin Diesel deutete zumindest an, dass die Dreharbeiten „an einem sehr exotischen Ort“ stattfinden sollen. Im Wüstensand vielleicht? Irgendwo, wo man sich als einsamer Outlaw neu erfinden kann?

Universal Pictures hat bislang keine offizielle Stellungnahme abgegeben. Die Redaktion von io9 hat bereits nachgefragt – sollte es ein Update geben, wird es nachgereicht.

Die absurde Magie von Fast & Furious

Mal ehrlich: Die Fast-Filme haben sich schon lange von allem verabschiedet, was man als „realistisch“ bezeichnen könnte. In den letzten Jahren haben wir Dom und seine Familie in den Weltraum fliegen sehen, mit Magneten gegen Panzer kämpfen und mit Muscle Cars durch zerfallende Wolkenkratzer springen. Warum also nicht auch ein Prequel-Kurzfilm, der ganz nebenbei ein paar gigantische Plotlücken stopft?

Vielleicht zeigt der Kurzfilm, wie Gisele (Gal Gadot) plötzlich wieder am Leben ist. Oder wir bekommen 20 Minuten Hobbs (Dwayne Johnson), wie er irgendwo in der Südsee in der Sonne brutzelt. Klingt verrückt? Sicher. Aber im Fast & Furious-Universum ist „verrückt“ längst Standard.

Was auch immer Vin Diesel da ausheckt – wir sind dabei. Ob’s dann wirklich Sinn ergibt, steht auf einem anderen Blatt. Aber hey: Es ist Fast & Furious. Da geht’s längst nicht mehr um Logik, sondern um Familie. Und um verdammt schnelle Autos.

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