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Welt

Was das Chaos auslöste: Die Drohung, die Apple erschütterte und die Wall Street in Aufruhr versetzte

Eine neue Ankündigung von Donald Trump hat die globalen Märkte erschüttert und einen Kursrutsch an den wichtigsten Börsen der Welt ausgelöst. Was steckte hinter diesem finanziellen Beben – und warum stand ausgerechnet Apple im Zentrum der Turbulenzen?
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Wenn sich die Märkte scheinbar stabilisieren, kann eine einzige Nachricht alles verändern. Genau das geschah nach einer unerwarteten Drohung von Präsident Trump, die den Kurs der Wall Street erschütterte und Großkonzerne wie Apple traf. Diese neue Welle der Unsicherheit erschütterte auch die europäischen Börsen und legte die Fragilität der aktuellen wirtschaftlichen Lage offen.

Trumps neue Zollandrohungen stürzen die Märkte ins Minus

Was das Chaos auslöste: Die Drohung, die Apple erschütterte und die Wall Street in Aufruhr versetzte
© Pexels – orhan akkurt.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, erlebte die New Yorker Börse am Freitag einen deutlichen Rückschlag, nachdem Donald Trump mögliche Strafzölle von 50 % gegen die Europäische Union angekündigt hatte. Der Grund: ausbleibende Fortschritte in den Handelsgesprächen. Die Ankündigung, veröffentlicht auf seiner Plattform Truth Social noch vor Börsenöffnung, löste sofort einen Abwärtstrend an den Leitindizes aus.

Der S&P 500 fiel um 0,7 % und verzeichnete damit seine schlechteste Woche seit fast zwei Monaten. Der Dow Jones verlor 0,6 %, der Nasdaq sogar 1 %. Auch in Europa waren die Auswirkungen spürbar – der französische CAC 40 rutschte um 1,7 % ab.

Für zusätzliche Unsicherheit sorgte die Frage, ob Trumps Aussagen lediglich als Verhandlungstaktik zu deuten seien oder ob tatsächlich konkrete Maßnahmen bevorstehen.

Apple im Visier: Zolldrohungen treffen den Tech-Giganten direkt

Besonders stark betroffen war Apple, dessen Aktienkurs um 3 % nachgab. Trump erwähnte das Unternehmen explizit und drohte mit einem 25-prozentigen Zoll auf im Ausland produzierte iPhones. Diese Maßnahme solle für alle Smartphone-Hersteller gelten, darunter auch Samsung, sofern sie ihre Produktion nicht in die USA verlagerten.

Diese Aussagen verstärkten die Befürchtungen vor einem restriktiveren Handelsumfeld – vor allem für Technologie- und Einzelhandelsunternehmen mit globalen Lieferketten. Apple wurde damit zum Symbol eines sich ausweitenden Handelskonflikts.

Dominoeffekt: Weitere Unternehmen unter Druck

Was das Chaos auslöste: Die Drohung, die Apple erschütterte und die Wall Street in Aufruhr versetzte
© Unsplash – Nicholas Cappello.

Auch andere Firmen gerieten durch die Unsicherheit unter Druck. Die Aktie von Deckers Outdoor – Hersteller von Marken wie Hoka und Uggs – fiel um fast 20 %, nachdem das Unternehmen wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit keine Jahresprognose abgeben wollte. Ross Stores sank um 9,8 %, nachdem das Management erklärte, dass mehr als die Hälfte seiner Waren aus China stamme – was die Gewinnmargen bei weiter bestehenden Zöllen gefährden könnte.

Es gab aber auch Ausnahmen. Die Aktie von Intuit, dem Mutterkonzern von TurboTax und Credit Karma, stieg um 8,1 % nach besser als erwarteten Quartalszahlen und einer angehobenen Jahresprognose. Der Nuklearsektor legte ebenfalls zu – Oklo kletterte um 23 %, nachdem Trump neue Maßnahmen zur Förderung der Kernenergie unterzeichnet hatte.

Anhaltende Unsicherheit und wachsende Risiken

Trumps neue Zollandrohungen treffen die Märkte zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Wall Street gerade erst von einer schwierigen Phase zu erholen begann. Noch vor wenigen Wochen war der S&P 500 fast 20 % unter sein Allzeithoch gefallen – ausgelöst durch Rezessionsängste infolge des Handelskonflikts. Eine vorübergehende Zollpause hatte für Entspannung gesorgt, doch Trumps jüngste Offensive befeuert nun erneut die Unsicherheit.

Auch die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank – von 4,54 % auf 4,51 % – und spiegelte die wachsende Besorgnis der Anleger wider. Hinzu kommt die Angst, dass Trumps Steuerkürzungen das US-Staatsdefizit weiter verschärfen könnten. All das verstärkt den Eindruck eines zunehmend fragilen globalen Wirtschaftssystems.

Quelle: Associated Press.

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