Genau das passierte Dienstagabend auf der CinemaCon 2025, als Warner Bros. eine komplette Todesszene aus Final Destination: Bloodlines zeigte – und das Publikum kollektiv aus den Sitzen hob. Neben bombastischem Genrekino rund um Superman oder F1 setzte das Studio vor allem auf eines: Horror, der unter die Haut geht.
Weapons: Das neue Mysterium vom Barbarian-Regisseur
Eines der Highlights war Weapons, der neue Film von Barbarian-Regisseur Zack Cregger. Der Film hatte zuletzt mehrere Startverschiebungen hinter sich und erscheint nun am 8. August. Warum die Geheimniskrämerei? Das erste gezeigte Material gibt einen Hinweis.
Julia Garner spielt eine Lehrerin, deren Klasse eines Tages spurlos verschwunden ist. Alle anderen Kinder sind da – nur ihre fehlen. Bald erfährt man: Ihre Schüler sind alle um exakt 2:17 Uhr nachts in den Wald gerannt und nie wieder zurückgekehrt. Was nach Mystery beginnt, entwickelt sich zum düsteren Albtraum, der schnell eskaliert. Das gezeigte Material deutet an: Da kommt noch einiges.
The Bride!: Frankenstein trifft auf Punkrock
Ebenfalls gezeigt wurde erstes Footage zu The Bride!, einem völlig abgefahrenen Projekt von Regisseurin Maggie Gyllenhaal. Die Idee kam ihr, nachdem sie auf einer Party jemanden mit einem Bride of Frankenstein-Tattoo sah – und dann realisierte, dass die Braut im Originalfilm kaum vorkommt und nie spricht. In ihrer Version tut sie das – und wie!
In den gezeigten Szenen, in denen Jessie Buckley als Braut und Christian Bale als Frank zu sehen sind, fühlt sich der Film an wie Poor Things trifft Bonnie & Clyde: tanzend, mordend, durch die Gegend ziehend. „Elektrisch“ und „Punkrock“ waren die Schlagwörter des Abends. Wahnsinnig, visuell wild – und für einige Kinos sogar in vollem 1.43:1 IMAX-Format verfügbar. Kinofreaks werden ausrasten.
Und jetzt zum richtig Derben: Final Destination: Bloodlines
Für alle, die nur auf Final Destination gewartet haben – here we go. Der neue Teil der legendären Reihe startet am 16. Mai und bringt ein ganz neues Konzept mit: Eine ganze Generation muss sterben. (Schaut euch den Trailer an, um den Hintergrund zu verstehen.)
Die gezeigte Todesszene – Achtung, Spoiler – dreht sich um zwei Brüder, die versuchen, dem Tod zu entkommen. Entweder durch das Töten eines anderen oder indem einer von ihnen stirbt und wiederbelebt wird. Nach einem makabren Witz über Babys entscheiden sie sich für Option zwei.
Der eine Bruder hat eine schwere Erdnussallergie, also holen sie sich aus dem Automaten Erdnussbutter-Cups – natürlich keine Reese’s, aus offensichtlichen Gründen. Doch der Automat spinnt. Es folgt das klassische Final Destination-Spiel mit dem Schicksal: Der Snack hängt, das Gerät wackelt, alles wird ungemütlich.
Parallel landen sie in einem MRT-Raum. Dort wird das Gerät durch eine Verkettung von Zufällen aktiviert. Während der Bruder mit Allergie zögert, isst er schließlich den Snack und beginnt zu kollabieren. Sein Bruder will verhindern, dass er sein Notfallmedikament nimmt – Kampf, Chaos, steigende Spannung. Doch dann dreht das MRT richtig auf.
Der nicht-allergische Bruder ist über und über gepierct. Zuerst werden ihm die Ohrringe rausgerissen. Dann die Brustwarzenpiercings. Und ja – es geht weiter abwärts. Schließlich wird er komplett vom Magneten angesaugt – während der Rollstuhl, den sie mitgebracht haben, in ihn hineinkracht und ihn durchbohrt.
Der Bruder mit der Allergie überlebt – kurz. Als er sich gerade erholt, fliegt eine Feder aus dem Snackautomaten heraus, trifft ihn mitten in den Kopf – und tötet ihn. Der Tod gewinnt.
Gnadenlos kreativ, ekelhaft und absolut Final Destination
Diese Szene reiht sich mühelos unter die verstörendsten und einfallsreichsten Tode der Reihe ein – vielleicht sogar ganz oben. Es war ein meisterhaft inszenierter Albtraum aus Spannung, schwarzem Humor und blutigem Timing.
Mit Weapons (8. August), Final Destination: Bloodlines (16. Mai) und The Bride! (16. März 2026) steht uns ein Horrorjahr mit echten Genre-Highlights bevor. Warner Bros. zeigt sich auf der CinemaCon 2025 in absoluter Bestform – und nimmt uns mit auf einen Trip, den man so schnell nicht vergisst.