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Welt

Wachsende Gerüchte: Ist der Streit zwischen Elon Musk und Donald Trump nur ein Vorwand, um wahre Pädophile zu entlarven?

Die Anhänger von QAnon bemühen sich, weiterhin ihre Idole zu unterstützen.
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Lesezeit 2 Minuten

Elon Musk hat am Donnerstag in seinem neuen Konflikt mit Donald Trump eine Bombe platzen lassen, indem er behauptete, der ehemalige Präsident sei „in den Epstein-Akten“ verzeichnet – eine Anspielung auf den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Laut dem Milliardär sei dies der Grund, warum die Akten bisher nicht veröffentlicht wurden, trotz wiederholter und zunehmend verzweifelter Versprechen der Generalstaatsanwältin Pam Bondi.

Allerdings glauben Verschwörungstheoretiker nicht, dass Trump mit Epstein verbündet war. Sie sind vielmehr überzeugt, dass dieser öffentliche Schlagabtausch zwischen Trump und dem Tesla-CEO eine Strategie ist, um endlich die wahren Schuldigen zu entlarven – oder etwas in der Art.

D’Souza und QAnon-Anhänger: Ein Plan mit doppeltem Boden?

Der Verschwörungstheoretiker Dinesh D’Souza, Regisseur des umstrittenen Dokumentarfilms 2000 Mules, schrieb auf X, dass dieser Streit zwischen den beiden Männern möglicherweise der Beginn von etwas Größerem sei. „Handelt es sich um einen verdrehten Plan, um die Epstein-Akten zu erzwingen?“ fragte er rhetorisch. Er malte ein Szenario, in dem die Demokraten die Freigabe fordern, Trump und Musk dann triumphieren und auf ihre Gegner herabschauen.

Die Logik dahinter ist jedoch zweifelhaft. Die Freigabe der Akten liegt in der Verantwortung republikanischer Stellen, insbesondere der Generalstaatsanwältin Bondi. Doch stattdessen lud sie rechtsextreme Figuren ins Weiße Haus ein, um Ordner ohne neue Inhalte zu präsentieren.

QAnon-Gruppen und Kommentatoren wie Liz Crokin sehen dennoch in der öffentlichen Auseinandersetzung ein gezieltes Schauspiel. Crokin sprach sogar von „Kayfabe“, einem Begriff aus dem Wrestling, der vorgibt, dass inszenierte Konflikte real erscheinen.

Alte Fotos, alte Freundschaften

Trump und Epstein waren bekanntlich befreundet, als sie beide in Palm Beach lebten. Epstein behauptete gegenüber Journalisten, er habe Fotos von Trump mit „jungen Mädchen oben ohne“. Trump selbst sagte 2002, Epstein sei „unterhaltsam“ und ein „großartiger Typ“.

Die Verteidiger Trumps argumentieren, er habe sich von Epstein distanziert, nachdem dieser versuchte, eine Tochter eines Clubmitglieds zu verführen. Andere vermuten, es habe einen Streit um Immobilien gegeben. Klar ist nur: Die Verbindung war enger als Trump es heute darstellen möchte.

Und was ist mit Musk?

Auch Musk blieb nicht verschont. Er wurde 2014 mit Ghislaine Maxwell fotografiert. Er sagte, es sei ein Zufall gewesen, doch Berichte sprechen von einem Gespräch zwischen beiden. Zudem habe Epstein seinem Bruder Kimbal eine Partnerin vorgestellt.

Jetzt müssen sich viele frühere Bewunderer beider Männer entscheiden, wen sie unterstützen. Besonders auffällig: Musk scheint zuzugeben, dass er Zugang zu vertraulichen Justizdokumenten hatte – eine brisante Implikation.

Alles nur Theater?

Es gibt Spekulationen, dass beide sich bald wieder versöhnen und die Auseinandersetzung nur ein kurzes Zwischenspiel war. Doch wie will man zurück zur Freundschaft, wenn das Wort „Pädophiler“ gefallen ist?

Musk hat in der Vergangenheit bereits ähnliche Angriffe geritten, etwa gegen einen Höhlentaucher in Thailand. Auch dort gewann er eine Verleumdungsklage, weil er behauptete, den Begriff nicht wörtlich gemeint zu haben.

Fazit: Ob echtes Drama oder inszenierter Konflikt – die Konfrontation zwischen Trump und Musk zeigt, wie tief verschwörungstheoretisches Denken verankert ist. Und es erinnert daran, wie leicht politische Allianzen durch gegenseitige Schuldzuweisungen zerbrechen können.

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