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Welt

Trump widerspricht China und behauptet, es habe kürzlich Gespräche über den Handel gegeben

Donald Trump versichert, dass seine Regierung Gespräche mit chinesischen Vertretern geführt habe, obwohl Peking jegliches kürzliches Treffen bestreitet. Die Verwirrung heizt die Spannungen im Handelskrieg weiter an – mit widersprüchlichen Berichten über den tatsächlichen Stand der Verhandlungen.
Von Thomas Handley Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Der Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China schreibt ein neues Kapitel voller Verwirrung und Misstrauen. Während chinesische Beamte jeglichen jüngsten Kontakt mit der US-Regierung dementieren, behauptet Präsident Donald Trump, dass Treffen stattgefunden hätten. Wer sagt die Wahrheit? Die Verwirrung wächst, während beide Länder weiterhin in einen Konflikt mit globalen Folgen verstrickt sind.

Trump beharrt auf Gesprächen über Handelsfragen

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© Jabin Botsford/The Washington Post via Getty Images – Gizmodo.

Während eines bilateralen Mittagessens mit dem norwegischen Premierminister erklärte Donald Trump, dass Mitglieder seiner Regierung sich am Donnerstagmorgen mit chinesischen Beamten getroffen hätten.
„Sie hatten heute Morgen Treffen, und wir führen Gespräche mit China“, sagte der Präsident und ließ offen, ob er künftig Details zu den Teilnehmern nennen werde. Konkrete Namen oder Informationen zu den Gesprächsthemen nannte er jedoch nicht.

Diese Aussagen widersprechen eindeutig der offiziellen Position Pekings, die Stunden zuvor jeglichen direkten Kontakt dementiert hatte.
Guo Jiakun, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, betonte: „Soweit ich weiß, haben China und die Vereinigten Staaten keine Konsultationen oder Verhandlungen über das Thema Zölle geführt, geschweige denn eine Vereinbarung erzielt.“

Dementis, Spannungen und widersprüchliche Versionen

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© ShutterStock – 360b

Trumps Behauptung folgt unmittelbar auf die Erklärung chinesischer Behörden, dass Berichte über laufende Verhandlungen „Fake News“ seien.
Der Widerspruch zwischen beiden Großmächten verstärkt die Unsicherheit über die Möglichkeit einer realen Annäherung zur Beendigung des Handelskrieges, der durch die jüngsten Zölle Washingtons und Pekings wirtschaftliche Vergeltungsmaßnahmen weiter eskaliert ist.

Am Mittwoch hatte Trump erklärt, dass seine Regierung „täglich“ Gespräche mit China führe, was einen kontinuierlichen Dialog suggerierte.
Das Dementi aus China stellt diese Darstellung jedoch infrage und lässt die internationale Gemeinschaft sowie die Märkte ratlos über die Echtheit dieser Kontakte zurück.

Ein Konflikt geprägt von Intransparenz

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© Unsplash – History in HD

Der Mangel an Transparenz in den Handelsverhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und China ist ein ständiges Merkmal des aktuellen Zollstreits.
Widersprüchliche Aussagen wie diese nähren den Eindruck, dass beide Seiten öffentliche Äußerungen strategisch als Druckmittel einsetzen – sowohl gegenüber dem eigenen Volk als auch international.

Während Trump bemüht ist, Fortschritte zu demonstrieren – wohl um betroffene Wirtschaftssektoren zu beruhigen – verfolgt China eine zurückhaltendere Strategie, indem es jeglichen Fortschritt bestreitet, solange keine konkreten Ergebnisse vorliegen.
Dieser Schlagabtausch erschwert nicht nur die Aussichten auf ein Abkommen, sondern zeigt auch das tiefe Misstrauen, das die Beziehung zwischen beiden Supermächten prägt.

Die Zukunft des Handelskriegs bleibt ungewiss

Angesichts der gegensätzlichen Darstellungen ist schwer abzuschätzen, ob tatsächlich Verhandlungen im Gange sind oder ob die Fronten weiterhin verhärtet bleiben.
Sicher ist nur, dass die Spannungen anhalten und die Weltwirtschaft weiterhin als Geisel dieses andauernden Konflikts fungiert.

Trumps Worte könnten kurzfristig Auswirkungen auf die Märkte haben, wie es in der Vergangenheit oft der Fall war.
Ohne eine offizielle Bestätigung seitens Chinas könnte sich der Optimismus über eine baldige Einigung jedoch als verfrüht erweisen.
Die entscheidende Frage bleibt offen: Handelt es sich um eine politische Strategie – oder verbirgt sich hinter den Kulissen doch mehr, als bisher bekannt ist?

Quelle: CNN

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