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Welt

Trump verspricht, seine Macht auszubauen: „Ich werde die Welt regieren“, sagte er in einem Interview

Donald Trump überraschte in einem kürzlichen Interview mit der Aussage, dass sein Ziel nicht nur darin bestehe, die Vereinigten Staaten, sondern auch die Welt zu regieren. Seine Kommentare deuten auf bedeutende Veränderungen in seinem Führungsstil und neue Strategien für seine zweite Amtszeit hin.​
Von Lucas Handley Übersetzt von

Lesezeit 3 Minuten

Die Rückkehr von Donald Trump in das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten hat nicht nur die politische Debatte neu entfacht, sondern auch einen drastischen Wandel in seiner Machtausübung markiert. In einem kürzlich geführten Interview mit The Atlantic sprach das Staatsoberhaupt über seine Errungenschaften, seine Vision globaler Kontrolle und die Strategie, mit der er seine Dominanz auf der Weltbühne festigen will. Im Folgenden analysieren wir die wichtigsten Punkte seiner Aussagen.

Erste Monate der Regierung: eine Bilanz radikaler Veränderungen

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© Chip Somodevilla / Getty Images – Gizmodo.

Während des Interviews zeigte Trump offen seine Zufriedenheit, als er die Meilensteine aufzählte, die er in den ersten zwei Monaten seiner zweiten Amtszeit erreicht hatte. Zu seinen wichtigsten Maßnahmen zählte er die Abschaffung von Diversitätsprogrammen in der Regierung, die Begnadigung von etwa 1600 Personen im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol, die Unterzeichnung von 98 Exekutivanordnungen – 26 davon an seinem ersten Tag –, die Entlassung von Beamten und Regulierungsbehörden sowie die Schließung mehrerer Bundesbehörden.

Darüber hinaus nutzte er alte Kriegsbefugnisse, um gegen eine venezolanische kriminelle Gruppe vorzugehen, und ergriff protektionistische Maßnahmen, die den globalen Handel veränderten und unerwartete Bewegungen auf den Finanzmärkten auslösten. Aus seiner Sicht stellt jede dieser Maßnahmen einen bedeutenden Fortschritt bei der Wiederherstellung eines Landes dar, das seiner Meinung nach von seinen politischen Gegnern geschwächt wurde.

Ein Wandel in der Haltung der Millionärselite

Auf die Frage nach der scheinbaren Einstellungsänderung der Millionärsklasse, die ihm nun wohlgesonnener ist, führte Trump dieses Phänomen auf eine größere Vertrautheit mit seinem Führungsstil zurück. Er erwähnte konkret die Kanzlei Paul, Weiss, Rifkind, Wharton & Garrison, deren Direktor das Weiße Haus besucht hatte, um Änderungen an einer Exekutivanordnung zu beantragen, die seine Tätigkeit beeinträchtigte. Für Trump spiegeln solche Treffen die Anerkennung seiner Autorität durch Sektoren wider, die ihm zuvor den Rücken gekehrt hatten.

Der Kampf gegen die Universitäten und seine Auswirkungen

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© Win McNamee / Getty Images.

Das Interview behandelte auch einen der jüngsten Konflikte seiner Regierung: den Druck auf US-amerikanische Universitäten, ihre Studienprogramme zu reformieren und Informationen über Studenten bereitzustellen, die an pro-palästinensischen Demonstrationen teilgenommen hatten. Angesichts der Drohung, wichtige Bundesmittel zu verlieren, akzeptierte eine renommierte Ivy-League-Universität die Forderungen des Weißen Hauses, was Trump als Beweis für seinen wachsenden Einfluss auf traditionell kritische Institutionen feierte.

Dieser Vorfall war kein Einzelfall. Laut Trump geschieht dasselbe mit Anwaltskanzleien, Medien, Technologiegiganten, Künstlern, Militärs und moderaten Beamten, die – so behauptet er – sich letztendlich seinem Führungsstil beugen werden.

Eine Vision unbegrenzter Macht

Im letzten Teil des Gesprächs fragte The Atlantic, ob er Unterschiede zwischen seiner ersten und zweiten Amtszeit spüre. Trump antwortete ohne Zögern: Jetzt fühle er sich mächtiger denn je. „Beim ersten Mal musste ich das Land regieren und gegen all die Korrupten überleben; diesmal werde ich das Land und die Welt regieren“, versicherte er.

Der Präsident betonte, dass er nun über ein loyales Team verfüge und seine Haltung gegenüber einem Justizsystem verschärft habe, das gelegentlich seine Bewegungen einschränkt. Mit dieser neuen Konfiguration scheint Trump entschlossen, nicht nur einen tiefgreifenden Eindruck in der US-Politik zu hinterlassen, sondern auch seinen Einfluss global zu projizieren und die traditionellen Konventionen der Macht herauszufordern.

Quelle: La Nacion

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