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Tron: Ares – Der erste Trailer katapultiert uns in eine neue Realität

Greta Lee, Jared Leto und Jeff Bridges führen das Star-Ensemble des dritten Tron-Films an – Kinostart ist der 10. Oktober.
Von Germain Lussier Übersetzt von

Lesezeit 3 Minuten

Der Tag, auf den Fans der Grid-Welt seit Jahren gewartet haben, ist endlich da: Der erste Trailer zu Tron: Ares ist online – und damit ein erster Blick auf ein Projekt, das seit über 15 Jahren in der Pipeline hängt. Ja, richtig gelesen: Noch bevor Tron: Legacy 2010 überhaupt erschien, war bereits eine Fortsetzung im Gespräch. Doch das, was uns jetzt erwartet, scheint ein ganz neues Kapitel aufzuschlagen – und nicht die direkte Fortsetzung, auf die viele gehofft hatten.

Denn wer gehofft hatte, dass Ares die losen Enden aus Legacy wieder aufnimmt, wird überrascht: Der Trailer deutet eher auf einen kompletten Reboot der Handlung hin. Statt altbekannter Elemente taucht ein neues, rot leuchtendes Grid auf – und es scheint, als würden Wesen aus dieser digitalen Welt nun den Sprung in die reale Welt wagen. Klingt abgefahren? Ist es auch.

Sci-Fi trifft Realität – und wird größer als je zuvor

Das, was der Trailer andeutet, ist mehr als nur ein visuelles Update: Regisseur Joachim Rønning (Pirates of the Caribbean: Salazars Rache, Maleficent: Mächte der Finsternis) zielt offenbar auf etwas viel Größeres. Er bringt nicht einfach nur einen neuen Tron-Film auf die Leinwand – er erfüllt damit einen Traum, den viele Fans seit Jahrzehnten hegen: den endgültigen Bruch zwischen digitaler und realer Welt. Eine Invasion des Grids, live und in Farbe.

Der Trailer selbst hält sich noch relativ bedeckt, was Plot-Details angeht – was in Anbetracht des noch fernen Kinostarts im Oktober auch nicht überrascht. Stattdessen setzt er auf Atmosphäre, visuelle Wucht und ein paar vielsagende Momente: Eine Welt in Rot, mysteriöse Avatare und reale Menschen, die sich offenbar mit den digitalen Entitäten auseinandersetzen müssen.

Hochkarätiger Cast, neue Richtung

Neben Jared Leto, der den titelgebenden Ares spielt, stehen auch Greta Lee, Evan Peters, Hasan Minhaj, Jodie Turner-Smith, Cameron Monaghan, Gillian Anderson und – zur Freude aller Nostalgiker – Jeff Bridges auf der Besetzungsliste. Ob Bridges tatsächlich wieder in die Rolle von Kevin Flynn schlüpft, bleibt abzuwarten. Doch seine Präsenz allein dürfte bei Fans der ersten Stunde für Gänsehaut sorgen.

Mit dieser Mischung aus alten und neuen Gesichtern scheint Disney eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft zu schlagen. Nostalgie trifft auf Neuanfang – visuell, inhaltlich und emotional.

Eine Welt im Wandel – digital und real

Während der erste Tron-Film von 1982 damals noch als visionär galt und Tron: Legacy 2010 mit seinem ikonischen Soundtrack von Daft Punk Kultstatus erreichte, scheint Tron: Ares eine ganz neue Richtung einzuschlagen. Kein bloßes Update, sondern ein Reboot mit Ambitionen – visuell radikaler, thematisch aktueller.

Die Idee, dass sich digitale Entitäten in unsere Welt schleichen, wirkt heute viel greifbarer als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Künstliche Intelligenz, virtuelle Realitäten, digitale Avatare – vieles, was einst Science-Fiction war, ist längst Teil unseres Alltags geworden. Tron: Ares greift genau diesen Nerv auf und spinnt ihn weiter: Was, wenn die Grenze zwischen Mensch und Maschine, Realität und Simulation endgültig fällt?

Der Hype ist real

Ob Tron: Ares die hohen Erwartungen erfüllen kann, bleibt natürlich abzuwarten. Doch der erste Trailer macht deutlich: Hier kommt kein lauwarmer Aufguss, sondern ein mutiger Neuanfang – mit großem Budget, starkem Cast und einer Idee, die aktueller nicht sein könnte.

Markiert euch also den 10. Oktober im Kalender. Denn dann heißt es wieder: Willkommen im Grid – und diesmal kommt das Grid zu uns.

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