Reboots und Remakes gehören mittlerweile zum Alltag in Hollywood – gerade im Horrorgenre. Ab und zu bringt eine neue Perspektive auf altbekanntes Material tatsächlich frischen Wind. Evil Dead Rise zum Beispiel war eine gelungene Überraschung. In den meisten Fällen aber ist ziemlich offensichtlich, worum es wirklich geht: schnelles Geld.
Ein Franchise, das schon zigmal verbrannt wurde (pun intended), ist The Texas Chainsaw Massacre. Einer der ältesten Horrornamen überhaupt – und leider auch einer der meistgeschundenen. Der letzte Versuch, den Vibe des 1974er Originals von Tobe Hooper wiederzubeleben, ging gründlich daneben. Genau wie die Versuche davor. Aber das heißt natürlich nicht, dass nicht irgendwer schon wieder in den Startlöchern steht.
Laut einem Bericht von Deadline gibt’s nun zumindest ein interessantes neues Gesicht, das mit Leatherface und Co. in Verbindung gebracht wird: Glen Powell. Der Schauspieler stammt aus Austin, Texas – genau dort, wo Hooper seine beiden Chainsaw-Filme drehte. Horror ist zwar bisher nicht Powells Hauptgenre, aber er hat in der Horror-Comedy-Serie Scream Queens schon mal ordentlich abgeliefert.
Noch nix fix – aber irgendwas tut sich
Ganz klar: Der Bericht von Deadline klingt mehr nach Gerüchteküche als nach offizieller Ankündigung. Trotzdem – wenn eines der großen Branchenportale über ein neues Chainsaw-Projekt schreibt, passiert da hinter den Kulissen sicher etwas. Laut dem Artikel haben sowohl Studios als auch Filmemacher bei der Agentur Verve angeklopft. Die hält seit 2017 die Rechte an dem blutgetränkten Slasher-Universum von Tobe Hooper und Kim Henkel.
Viel Konkretes gibt es allerdings nicht. Ein Verve-Sprecher meinte lediglich, dass eine „Multimedia-Strategie für das ikonische Horror-Franchise“ in Planung sei. Was das bedeutet? Noch unklar. Und offiziell sei bisher nichts an Produzenten, Käufer oder Filmemacher rausgegangen – es würden lediglich erste Pakete geschnürt, die dann vielleicht irgendwann angeboten werden.
Glen Powell und J.T. Mollner im Gespräch
Eines dieser Pakete dreht sich angeblich um Powell – möglicherweise in einer Doppelrolle als Hauptdarsteller und Produzent – und Regisseur J.T. Mollner. Der hatte letztes Jahr mit seinem Serienkiller-Thriller Strange Darling ein bisschen Aufmerksamkeit erregt. Aber auch hier gilt: Es ist alles noch ganz am Anfang. Keine Verträge, keine offiziellen Zusagen. Powell und Mollner sind nur eine von vielen Parteien, die Interesse bekundet haben.
Muss das wirklich sein?
Aktuell zählt das Chainsaw-Franchise ganze neun Filme. Neun! Und doch würden viele Fans am liebsten so tun, als gäbe es nur die ersten beiden – das originale Massaker von 1974 und das abgedrehte Sequel von 1986. Danach ging’s bekanntlich steil bergab.
Deshalb stellt sich jetzt wieder mal die Frage: Braucht es wirklich noch einen Chainsaw-Film? Oder sollte man Tobe Hoopers Klassiker einfach in Ruhe lassen und sich stattdessen um neue, kreative Ideen im Horrorkino kümmern?
Wir halten euch auf dem Laufenden, falls es was Neues aus dem texanischen Albtraumland gibt. Aber bis dahin: Was meint ihr? Hat Leatherface noch was zu sagen – oder gehört er endgültig ins Archiv?