Falls du Teslas Börsenkurs in letzter Zeit nicht verfolgt hast (durchaus verständlich – es gibt ungefähr 1.025 interessantere Dinge in dieser Welt voller Chaos), dann hast du nicht nur eine Menge Kursschwankungen verpasst, sondern auch ein klassisches Alarmsignal: Teslas Chart zeigt nun offiziell den berüchtigten Death Cross.
Was ist ein „Death Cross“ überhaupt?
Business Insider hat kürzlich darauf hingewiesen: Das „Death Cross“ tritt ein, wenn der gleitende 50-Tage-Durchschnittskurs einer Aktie unter den 200-Tage-Durchschnitt fällt. In der Finanzwelt gilt das als ein starkes bärisches Signal – also als Hinweis darauf, dass eine Aktie in den nächsten Wochen oder Monaten weiter fallen könnte. Kein gutes Zeichen für Tesla, aber angesichts der chaotischen Performance der letzten Monate auch keine riesige Überraschung.
Elon Musk: Mehr Zirkusdirektor als CEO?
Dass es mit der Tesla-Aktie gerade nicht rundläuft, liegt nicht nur am Markt. Vielmehr wirkt es, als würde CEO Elon Musk gerade mehr Energie darauf verwenden, politische Feuer zu legen, statt sein Unternehmen zu führen. Seit Jahresbeginn hat Tesla mehr als ein Drittel seines Börsenwerts verloren. Und ja, es gab zwischendurch kleine Ausschläge nach oben – meist dann, wenn es so aussah, als könnte Musk von der Trump-Regierung ein paar Vergünstigungen rausschlagen. Einen PR-Stunt direkt vorm Weißen Haus gab’s sogar gratis obendrauf, aber der kam auch erst nach massiven Protesten gegen das Unternehmen. Der Imageschaden war bereits da.
Tesla ist nicht allein
Tesla ist allerdings nicht das einzige große Unternehmen, das zuletzt mit dem Death Cross Bekanntschaft gemacht hat. Auch der S&P 500 und der Nasdaq 100 zeigten am Montag das gleiche Muster. Grund dafür sind die anhaltenden wirtschaftspolitischen Unsicherheiten: Zollregelungen, Ausnahmeregelungen, Rückzieher, neue Drohungen – das ständige Hin und Her der Trump-Administration sorgt für ein Marktumfeld, das sich anfühlt wie ein Finanz-Jenga mit verbundenen Augen.
Ist der „Death Cross“ wirklich so dramatisch?
Wenn du das Gefühl hast, dass das Ganze ein bisschen nach Börsen-Astrologie klingt – du bist nicht allein. Linien kreuzen sich auf einem Chart, und plötzlich soll das Schicksal eines Milliardenunternehmens besiegelt sein? Klingt wie „Mars steht im dritten Haus, also verkaufe deine Tech-Aktien“. Laut Reuters sind Death Crosses ohnehin kein zuverlässiger Indikator: In etwa der Hälfte der Fälle markiert der Zeitpunkt sogar das Tief – also nicht den Anfang vom Ende, sondern eher das Ende des Abstiegs.