Mit dem neuen Koalitionsvertrag macht die künftige Bundesregierung Ernst: Die Energiepreise in Deutschland sollen dauerhaft sinken. Friedrich Merz kündigt ein Sofortprogramm an, das nicht nur Unternehmen, sondern auch Privathaushalte entlasten soll – mit konkreten Maßnahmen wie der Abschaffung der Gasspeicherumlage und der Senkung der Stromsteuer. Erste Berechnungen zeigen: Die Einsparungen könnten erheblich sein.
Strompreis runter – so viel sparen Haushalte wirklich

Zentraler Baustein des Energiepreis-Konzepts ist die Stromsteuer, die auf das europäische Mindestmaß abgesenkt werden soll. Zudem sollen auch die Netzentgelte deutlich gesenkt werden – eine Maßnahme, die alle Stromkund:innen betrifft.
Laut einer Berechnung des Vergleichsportals Verivox könnten folgende Haushalte profitieren:
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Familienhaushalt (4.000 kWh/Jahr):
→ Ersparnis von 238 Euro brutto pro Jahr -
Paar-Haushalt (2.800 kWh/Jahr):
→ 167 Euro weniger -
Single-Haushalt (1.500 kWh/Jahr):
→ 89 Euro Entlastung
Damit würde der durchschnittliche Strompreis um etwa 17 Prozent sinken – und damit fast wieder auf das Vorkrisenniveau von 2021 zurückfallen.
Gasspeicherumlage fällt weg – kleinere, aber spürbare Entlastung
Auch beim Gaspreis sollen Verbraucher profitieren: Die Gasspeicherumlage von derzeit 0,299 Cent/kWh wird laut Koalitionsvertrag abgeschafft.
Die Ersparnis im Überblick:
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Einfamilienhaus (20.000 kWh/Jahr):
→ rund 71 Euro weniger pro Jahr -
Wohnung 100 m² (12.000 kWh/Jahr):
→ 43 Euro Ersparnis -
Single-Wohnung (5.000 kWh/Jahr):
→ 18 Euro Entlastung
Auch wenn diese Beträge vergleichsweise klein erscheinen, summieren sie sich im Jahresverlauf – besonders für Haushalte mit ohnehin hohem Energieverbrauch.
Wann kommt die Entlastung?

Im Koalitionsvertrag ist von einem „Sofortprogramm“ die Rede. Die Umsetzung soll „so schnell wie möglich“ erfolgen.
Laut Plan wird Friedrich Merz am 7. Mai zum Kanzler gewählt. Ab dann könnte es mit den ersten Entlastungsschritten zügig losgehen.
Bereits im Wahlkampf hatte die Union angekündigt, dass die Maßnahmen noch 2025 umgesetzt werden sollen. Die Zeichen stehen auf Tempo – und die wirtschaftliche Lage dürfte zusätzlichen Druck erzeugen.
Ein starkes Signal an Haushalte und Wirtschaft
Auch Experten begrüßen die Pläne:
„Das Preisniveau ist nach wie vor hoch und belastet vor allem Haushalte mit niedrigen Einkommen“, sagt Energieanalyst Thorsten Storck von Verivox.
Mit der geplanten Absenkung der Energiepreise will die neue Bundesregierung nicht nur Bürgerinnen und Bürger entlasten, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie stärken.
Fazit: Wer Strom und Gas nutzt – also praktisch jeder – dürfte bald deutlich weniger zahlen. Die Richtung ist klar: Weniger Belastung, mehr Planungssicherheit. Und ein Regierungsstart, der mit Tempo Zeichen setzen will.
Quelle: www.merkur.de