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Stephen Kings ‚Cujo‘ bekommt eine unerwartete, aber spannende Regie

Darren Aronofsky, der Regisseur von Black Swan und The Wrestler, ist im Gespräch für das Netflix-Remake.
Von Germain Lussier Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Der blutrünstige Hund ‚Cujo‘ kehrt auf die große Leinwand zurück – und sein neuer „Besitzer“ versteht es bestens, uns das Fürchten zu lehren. Darren Aronofsky, der gefeierte Regisseur von Requiem for a Dream, The Wrestler, Black Swan, mother! und The Whale, verhandelt aktuell mit Netflix über die Regie einer neuen Verfilmung des Stephen-King-Klassikers um einen tollwütigen Killerhund.

Falls das die erste News ist, die ihr zu diesem Projekt hört – keine Sorge, das ist kein Wunder. Erst letzte Woche wurde bekannt, dass Netflix an einer neuen Adaption arbeitet. Zu diesem Zeitpunkt fehlten jedoch noch jegliche Namen: kein Regisseur, kein Drehbuchautor, keine Hauptdarsteller. Ziemlich kurios – wie soll das bitte funktionieren? Aber mit Aronofsky an Bord ergibt das Ganze plötzlich viel mehr Sinn. Sein beeindruckendes Repertoire quer durch verschiedene Genres macht ihn zum idealen Kandidaten, um die besten Talente der Branche für das Projekt zu begeistern. The InSnider  brachte als Erster die Nachricht über Aronofskys Beteiligung, die mittlerweile von mehreren Branchenmagazinen bestätigt wurde.

Von Stephen Kings Albtraum zum Netflix-Hit?

Ursprünglich 1981 veröffentlicht, erzählt Kings Roman die Geschichte eines gutmütigen Bernhardiners, der nach einem Fledermausbiss an Tollwut erkrankt und in einen blutigen Amoklauf verfällt. Nur zwei Jahre später wurde der Stoff in einen erfolgreichen Film mit Dee Wallace (E.T.) in der Hauptrolle verwandelt – und danach war lange Funkstille. Doch Netflix scheint fest entschlossen, Kings Horrorstoff erneut zum Leben zu erwecken. Roy Lee, der Produzent hinter den erfolgreichen Es-Filmen, hat sich der Neuverfilmung angenommen und bringt das Projekt für den Streamingdienst voran.

Ein Regisseur ohne Drehbuch?

Noch gibt es keinen Drehbuchautor – was ehrlich gesagt ein wenig seltsam erscheint. Ein Film ohne Drehbuchautor, aber mit einem Top-Regisseur? Wie soll das funktionieren? Doch Aronofsky ist nicht bekannt dafür, Kompromisse einzugehen. Seit seinen Anfängen, als er seinen Kult-Thriller Pi mit minimalem Budget realisierte, bis hin zu seinen Oscar-prämierten Werken mit Natalie Portman (Black Swan) und Brendan Fraser (The Whale), bleibt seine Handschrift immer gleich: intensiv, emotional und oft verstörend. Und genau diese Eigenschaften in Kombination mit einer Stephen-King-Geschichte über einen Killerhund? Klingt nach einem perfekten Match.

Ob das Projekt mit Aronofsky tatsächlich umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Derzeit steckt er mitten in der Postproduktion seines Crime-Thrillers Caught Stealing, der diesen Sommer erscheinen soll. Doch wir hoffen sehr, dass er bald zurückkehrt zu dem intensiven Horror, der ihm einst seinen Ruhm einbrachte.

 

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