Spider-Man-Geschichten sind normalerweise bunt, knallig und voller visueller Highlights – besonders in Live-Action oder Animation. Die kommende Spider-Noir-Serie könnte genau das Gegenteil tun: den ikonischen Stil beibehalten, aber auf Farben komplett verzichten.
In einem aktuellen Interview mit ComingSoon deutete Schauspieler Lukas Haas an, dass die Serie möglicherweise in zwei Versionen erscheinen wird: eine in Farbe und eine in Schwarz-Weiß. Während der Dreharbeiten seien die Monitore bereits in Monochrom gewesen, was ihm ein völlig anderes Gefühl gegeben habe:
„Es wirkte unglaublich authentisch. Ich habe manchmal auf den Monitor geschaut und gedacht, ich sehe gerade alte Filmaufnahmen – dabei war das einfach nur das Live-Bild der Kamera. Sie haben da wirklich großartige Arbeit mit den Filtern und Effekten geleistet, um es wie einen echten Film aus den 1930ern aussehen zu lassen.“
Schwarz-Weiß als Stilmittel? Marvel sollte es durchziehen!
Spider-Man Noirs bisherige Auftritte in Filmen und Serien hielten sich bereits an diesen Noir-Look – das passt einfach perfekt zu seinem düsteren, Detektiv-artigen Setting. Es wäre also nur konsequent, das auch in der neuen Serie beizubehalten.
Marvel hat diesen Stil zuletzt in Werewolf by Night genutzt, was bei den Fans ziemlich gut ankam. In der Filmwelt gab es in den letzten Jahren zudem einige Highlights in Schwarz-Weiß, etwa Godzilla Minus Color oder Hundreds of Beavers. Es zeigt sich also, dass dieser nostalgische Look immer noch seinen Platz hat – und vielleicht sogar wieder populärer wird.
Marvel wird oft vorgeworfen, dass ihre Serien und Filme visuell wenig kreativ sind. Die Spider-Noir-Serie könnte die perfekte Gelegenheit sein, mal etwas Neues (oder in diesem Fall: Altes) auszuprobieren. Da sie ohnehin in einem eigenen Universum spielt, hat das Studio hier die nötige Freiheit, um etwas Einzigartiges zu schaffen.
Egal in welcher Version: Spider-Noir läuft auf MGM+
Ob nun in Farbe oder komplett in Schwarz-Weiß – eines steht fest: Spider-Noir wird auf MGM+ zu sehen sein. Fans können also gespannt sein, welche stilistische Entscheidung Marvel am Ende trifft. Vielleicht gibt es ja wirklich beide Versionen, sodass jeder selbst entscheiden kann, wie er das Abenteuer erleben will.