Zum Inhalt springen
Tech

Smarte Brillen im Duell: Xiaomi zieht an Metas Ray-Bans locker vorbei

Meta hat ein Problem – und es kommt aus China. Mit den neuen AI Glasses von Xiaomi mischt ein weiterer Tech-Gigant den Smart-Brillen-Markt auf. Und wenn man sich die Specs anschaut, dann wirken Metas Ray-Ban-Brillen dagegen plötzlich ganz schön altmodisch.
Von James Pero Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Für rund 280 US-Dollar, also in etwa dem gleichen Preisrahmen wie Metas Modell, liefert Xiaomi ein Produkt, das auf dem Papier deutlich mehr kann – und vor allem smarter wirkt. Das fängt schon bei einem Feature an, das sich viele Nutzer von Metas Brille schon lange wünschen: mobile Bezahlung.

Brille auf – und bezahlen mit Alipay

Xiaomis AI Glasses unterstützen kontaktlose Bezahlungen per Alipay. Die Kamera der Brille scannt einen QR-Code, und ein integrierter Sprachassistent bestätigt die Zahlung. Ein bisschen wie Magie – oder wie aus einem Sci-Fi-Film. Natürlich braucht es Sicherheitschecks, damit man nicht versehentlich beim Vorbeigehen irgendwas kauft. Doch wenn Xiaomi das sauber umgesetzt hat, könnte das Feature im Alltag tatsächlich ein Gamechanger sein.

Ein Knopfdruck – und die Sonne verschwindet

© Xiaomi
© Xiaomi

Ein weiteres Highlight: elektrochrome Gläser. Damit lässt sich per Knopfdruck die Tönung der Brillengläser verändern – je nach Umgebung, Stimmung oder Sehbedürfnis. Ja, Metas Ray-Bans gibt es mit Übergangsgläsern. Aber manuell steuerbare Gläser mit variabler Tönung? Das ist eine ganz neue Komfortklasse.

Videoaufnahmen, die Meta alt aussehen lassen

Und jetzt wird’s richtig wild: Laut Xiaomi können die Brillen bis zu 45 Minuten am Stück Video aufzeichnen. Das ist selbst für ein aktuelles iPhone eine Herausforderung – wegen Hitze und Akkulast. Zum Vergleich: Metas Ray-Bans schafften ursprünglich gerade mal 90 Sekunden Video, inzwischen sind es drei Minuten. Trotzdem: ein gigantischer Unterschied.

Gleiche Basics – mehr Akku, mehr Features

Auch bei den Grundfunktionen stehen sich die beiden Modelle in nichts nach: 12-Megapixel-Kamera, Sprachassistent, fünf Mikrofone für Anrufe und Sprachsteuerung – check. Doch beim Akku verspricht Xiaomi fast das Doppelte: 8,6 Stunden Laufzeit versus nur vier bei Meta. Ob das realistisch ist? Vielleicht nicht ganz. Aber allein der Anspruch zeigt, dass Xiaomi hier nicht einfach nur kopieren will.

Und dann noch das: Xiaomi verspricht First-Person-Videocalls und Livestreaming direkt aus der Brille. Warum auch nicht – wenn schon, denn schon.

Meta muss nachziehen – dringend

Natürlich ist Skepsis angebracht. Vieles von dem, was Xiaomi verspricht, klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Aber falls auch nur ein Teil davon stimmt, hat Meta ein echtes Problem. Die AI Glasses aus China bieten deutlich mehr Funktionen, eine bessere Akkulaufzeit und Features, die im Alltag tatsächlich nützlich sein könnten.

Zwar fehlt der große Wurf – etwa ein eingebautes Display mit Augmented Reality – aber Xiaomi hat die Smart Glasses auf ein neues Level gehoben. Meta? Muss jetzt liefern. Denn wenn diese Brille hält, was sie verspricht, ist sie das erste Modell, das man wirklich haben will.

Diese Geschichte teilen

Verwandte Artikel