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Tech

Meta und Oakley machen gemeinsame Sache: Könnten diese Smart Glasses GoPro ablösen?

Neue Kooperationen mit Oakley und Prada erweitern Metas Smart-Brillen-Portfolio – und könnten Action-Kameras wie GoPro alt aussehen lassen.
Von James Pero Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Smart Glasses sind eine knifflige Angelegenheit. Sie sollen schlank wirken, müssen aber genug Technik unterbringen. Sie sollten mehr bieten als nur Bluetooth-Kopfhörer mit Gläsern – davon gibt’s schließlich schon genug. Eine brauchbare Kamera muss rein, ein funktionierender Sprachassistent ebenso. Und das Wichtigste: Sie dürfen auf keinen Fall peinlich aussehen.

Genau deshalb hat sich Meta, der wohl aktuell größte Player im Smart-Glasses-Markt, schon früh mit EssilorLuxottica – dem Hersteller der Ray-Ban-Brillen – zusammengetan. Und jetzt weitet Meta die Kooperationen noch weiter aus, um neue Zielgruppen für seine Hightech-Brillen zu erschließen.

Oakley x Meta: Smart Glasses für Action-Sport

Die wohl spannendste neue Partnerschaft: Oakley. Wer schon mal snowboarden war oder regelmäßig auf dem Wasser unterwegs ist, kennt die Marke: sportliche, eng anliegende Sonnenbrillen – perfekt für Outdoor-Action und ziemlich cool bei NASCAR-Fans.

Ein gewagter Schritt, aber clever: Während die Ray-Ban-Modelle eher als stylische Allrounder durchgehen, könnten Oakley-Smart-Brillen gezielt sportaffine Nutzer:innen ansprechen – von Snowboarder:innen bis hin zu Surfer:innen.

Ein aktueller CNBC-Bericht bestätigt genau das. Laut internen Dokumenten sollen die Oakley-Brillen gezielt für Athlet:innen entwickelt werden. Meta habe erkannt, dass viele Besitzer:innen der aktuellen Ray-Ban-Modelle ihre Smart Glasses bereits bei Sportarten wie Skaten oder Mountainbiken einsetzen – also für Action-Aufnahmen, für die sonst GoPros oder Insta360-Kameras genutzt werden.

Besonderes Feature: Die Oakley-Modelle sollen wetterfester werden – allerdings zu einem höheren Preis. Während die Ray-Ban-Smart Glasses bei rund 300 Dollar starten, könnten die Oakley-Versionen bei ca. 360 Dollar liegen.

Konkurrenz für GoPro?

Als regelmäßiger Nutzer der Meta-Ray-Bans muss ich sagen: Schon jetzt wären sie perfekt für Sportler:innen, die ihre Sicht aufnehmen wollen – ganz ohne sperriges GoPro-Setup.

Ob die Oakley-Modelle dafür technisch aufgerüstet werden, bleibt laut CNBC-Bericht allerdings noch offen. Mehr Wetterresistenz ist schön, aber für Actionsport wären Features wie bessere Kameras, 60 statt nur 30 fps und eventuell ein integrierter Bildstabilisator sinnvoll. Noch besser: Eine zweite Kamera für breitere Blickwinkel oder unterschiedliche Perspektiven.

Wenn Meta diese Features liefert, könnten die Brillen zur echten Alternative für klassische Action-Cams werden.

Prada: Smart Glasses als Fashion-Statement

Die zweite neue Kooperation ist weniger technikorientiert, dafür ein klarer Style-Move: Meta bringt zusammen mit Prada ein High-End-Smart-Glasses-Modell auf den Markt.

Technisch dürfte sich dabei wenig ändern. Doch Prada-Modelle haben durch ihre dicken Brillenbügel ohnehin mehr Platz für die nötige Technik. Viel spannender ist, dass Meta so gezielt neue Zielgruppen ansprechen könnte – etwa modebewusste Käufer:innen oder Frauen, für die klassische Smart Glasses bisher weniger attraktiv waren.

Ob Prada-Smart Glasses technisch neue Maßstäbe setzen, ist fraglich – doch als Fashion-Statement dürften sie Meta helfen, den Markt noch breiter aufzurollen.

Und wann kommt das alles?

Lange müssen wir nicht mehr warten: Schon diesen Freitag will Meta die neuen Partnerschaften offiziell vorstellen. Dann wissen wir mehr darüber, wie die Zukunft der Smart Glasses – und vielleicht auch der Action-Cams – aussehen könnte.

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