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Welt

Musks peinlicher Abschied beendete das Experiment: Eine Motorsäge, zwei Kappen und ein Konflikt mit Trump

Elon Musk verlässt Trumps Regierung mit mehr Lärm als Ergebnissen. Zurück bleiben gebrochene Versprechen, internationale Kontroversen – und eine symbolische Motorsäge. In einem explosiven Interview kritisiert der Unternehmer das „einzige und wunderbare“ Wirtschaftsgesetz des Präsidenten und offenbart die Risse in seiner Beziehung zum Weißen Haus.
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Vom Öko-Symbol zur fiskalischen Trump-Waffe

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© Win McNamee/Getty Images – Gizmodo.

Musk wurde zum Leiter des DOGE (Department of Government Efficiency) ernannt – mit dem Ziel, überflüssige Staatsausgaben zu beseitigen. Sein Auftritt war von Theatralik geprägt: Grußgesten im faschistischen Stil und eine Motorsäge, geschenkt vom umstrittenen Javier Milei, sollten den Aufbruch markieren.

Was als disruptive Mission begann, scheiterte schnell an der institutionellen Realität. Interner Widerstand und gerichtliche Rückschläge bremsten jede Hoffnung auf radikale Kürzungen. Zwar wurden einzelne Posten wie die Entwicklungshilfe (USAID) deutlich reduziert, doch insgesamt blieb der Effekt mehr symbolisch als substanziell.

Musks ideologische Kehrtwende – vom Vorreiter der ökologischen Transformation mit Tesla zum Aushängeschild einer Regierung, die den Klimawandel leugnet – forderte ihren Preis. Die Verkaufszahlen seiner Elektrofahrzeuge sanken ebenso wie der Aktienwert seiner Unternehmen. Selbst Trumps PR-Stunt am Steuer eines Tesla konnte daran nichts ändern.

Ein Bruch mit Ansage

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© JIM WATSON/AFP via Getty Images – Gizmodo.

Der endgültige Bruch kam mit Trumps neuem Mega-Wirtschaftsprojekt. In einem Interview mit CBS Sunday Morning zeigte sich Musk „enttäuscht“ über das Gesetz, das seiner Meinung nach „das Defizit erhöht, statt es zu senken“. Für ihn steht dies im klaren Widerspruch zu den Prinzipien des DOGE.

Trump verteidigte das Projekt als einen seiner größten Erfolge. Es umfasst Steuersenkungen, höhere Ausgaben für Verteidigung und Grenzschutz sowie die Streichung von Förderungen für erneuerbare Energien. Laut dem Congressional Budget Office könnte es die Staatsverschuldung um weitere 3,8 Billionen Dollar erhöhen – bei einem Schuldenstand, der bereits über 124 % des BIP liegt.

Musks öffentliche Kritik stellt ihn in offene Opposition zu Trump – in einem entscheidenden Moment. „Es enttäuscht mich zutiefst, diesen gewaltigen Ausgabenberg zu sehen. Das untergräbt alles, was wir im DOGE erreicht haben“, sagte er. Trotz seines Rückzugs betont Musk: „Das DOGE wird weiterwachsen, bis es zu einer Lebensform wird.“

Dieser Bruch markiert nicht nur das Ende eines politischen Experiments, sondern auch einen Wendepunkt für Musk selbst. Ob er nun eine neue Plattform für seine Ideen findet oder sich dauerhaft von der Politik distanziert, bleibt vorerst offen.

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