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Kontroverse bei den Oscars: Das ‘In Memoriam’-Segment vergisst bedeutende Persönlichkeiten und sorgt für Empörung

Die traditionelle Hommage an verstorbene Persönlichkeiten der Filmindustrie wurde von einer heftigen Kontroverse überschattet. Mehrere bekannte Namen fehlten in dem Tributvideo, was eine Welle der Kritik in den sozialen Netzwerken auslöste.
Von Thomas Handley Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Die Oscar-Verleihung 2025 hinterließ bewegende Momente, emotionale Reden und – wie jedes Jahr – eine gewisse Dosis an Kontroversen. Einer der feierlichsten und meist erwarteten Programmpunkte der Nacht, das ‘In Memoriam’-Segment, geriet unerwartet ins Zentrum einer hitzigen Debatte.

Schauspieler Morgan Freeman leitete die Hommage an die in den letzten zwölf Monaten verstorbenen Filmgrößen ein und richtete eine besondere Widmung an Gene Hackman, der erst vor vier Tagen zusammen mit seiner Frau und seinem Hund tot aufgefunden wurde. Doch als das Gedenkvideo endete, machte sich in der Zuschauerhalle und online Empörung breit – mehrere bedeutende Namen fehlten im Tribute.

Michelle Trachtenberg: Die große Abwesende

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© ElDiaQue

Die am meisten diskutierte Auslassung war die von Michelle Trachtenberg. Die Schauspielerin, bekannt aus Buffy – Im Bann der Dämonen und Ice Princess, verstarb vor einer Woche plötzlich – doch ihr Name tauchte in dem Video nicht auf.

Während einige argumentierten, dass ihr Tod zu kurzfristig eingetreten sei, um sie noch rechtzeitig in den Clip aufzunehmen, kritisierten andere die mangelnde Flexibilität der Academy. „Bei einer Produktion mit Millionenbudget hätten sie ihr Bild noch in letzter Minute hinzufügen können“, lautete ein häufig geteilter Kommentar in den sozialen Netzwerken.

Weitere Auslassungen sorgen für Unmut

Nicht nur Trachtenberg wurde übergangen. Auch die Namen von Shannen Doherty, die 2024 nach einem langen Kampf gegen den Krebs verstarb, und Alain Delon, einer der größten Ikonen des französischen Kinos, fehlten im Tribute.

Auf X (ehemals Twitter) reagierten Hunderte Nutzer empört mit Kommentaren wie:

  • „Eine absolute Respektlosigkeit!“
  • „Wie kann man solch bedeutende Persönlichkeiten einfach vergessen?“
  • „Das ‘In Memoriam’-Segment sollte ein vollständiges Gedenken sein, keine selektive Auswahl!“

Ein Fehler, der die Preisverleihung überschattet

Die Academy sieht sich jedes Jahr mit Kritik für Auslassungen im In Memoriam konfrontiert, doch dieses Mal war die Empörung besonders groß, da mehrere prominente Namen fehlten.

Bisher hat die Organisation keine offizielle Erklärung für diese Versäumnisse abgegeben. Während die Debatte weitergeht, bleibt die Frage offen: Handelte es sich um ein logistischen Fehler oder um einen Mangel an Wertschätzung?

Eines ist sicher: Diese Kontroverse wird in die Geschichte der Oscars 2025 eingehen.

[Quelle: Pronto]

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