Vor genau 25 Jahren kam Final Destination in die Kinos und begründete eine Horror-Franchise, die bis heute lebt – mit dem neuen Film Final Destination: Bloodlines, der diesen Frühling erscheint. Der erste Teil hob sich von der Teenie-Horror-Welle der frühen 2000er ab: Statt eines maskierten Killers war hier der Tod selbst der unaufhaltsame Jäger, der diejenigen heimsuchte, die ihr eigentlich vorherbestimmtes Ende umgangen hatten.
In einer neuen Oral History erinnern sich die Schöpfer der Reihe an ihre Anfänge – inklusive der inzwischen legendären Verbindung zur Kultserie The X-Files.
Vom Zeitungsartikel zu einem Horror-Klassiker
Im Gespräch mit Variety erzählte Drehbuchautor Jeffrey Reddick, dass ihn ein Artikel über eine Frau inspirierte, die dank einer Vorahnung einen Flugzeugabsturz vermied. Diese Geschichte brachte ihn auf die Idee, dass der Tod es nicht gerne hat, wenn ihm jemand entkommt. Und was wäre ein besseres Medium für diese Story als The X-Files?
„Ich habe das Ganze ursprünglich als X-Files-Skript geschrieben“, erzählt Reddick. „Deshalb war es fast schon Schicksal, dass der Film am Ende bei James Wong und Glen Morgan landete – zwei meiner absoluten Lieblingsautoren der Serie.“
Zunächst war die Geschichte noch stärker von A Nightmare on Elm Street beeinflusst. In Reddicks früher Fassung manipulierte der Tod die Überlebenden, indem er ihr Schuldgefühl oder dunkle Geheimnisse gegen sie verwendete, um sie in den Suizid zu treiben – eine extrem düstere Version. Ursprünglich waren die Hauptfiguren auch Erwachsene, aber da Scream und ähnliche Teen-Slasher zu der Zeit besonders erfolgreich waren, verlangte das Studio eine Anpassung auf Highschool-Schüler.
Wie Final Destination als X-Files-Episode ausgesehen hätte
James Wong, der bei Final Destination Regie führte und das Drehbuch mit Reddick und Morgan schrieb, verriet, wie der Film als X-Files-Folge gewirkt hätte:
„Der Fokus läge ganz auf Mulder und Scully – darauf, wie sie die mysteriösen Todesfälle untersuchen und selbst versuchen zu überleben.“
Letztlich war ein Kinofilm aber die bessere Wahl. „Der größte Vorteil war, dass wir ein vernünftiges Budget und ausreichend Zeit hatten, um etwas Spektakuläres zu erschaffen, das das Publikum wirklich mitreißt“, so Wong. „In einer TV-Serie wäre das kaum möglich gewesen.“
Ein Film, der bis heute nachwirkt
Die komplette Variety-Story bietet weitere spannende Einblicke in die Dreharbeiten von Final Destination – darunter, wie die ikonischen Todes-Szenen entstanden, warum das Ende von hoffnungsvoll zu schockierend umgeschrieben wurde und wie der Film auch nach 25 Jahren noch Spuren im Horror-Genre hinterlässt.
Mit Final Destination: Bloodlines kehrt die Reihe nun zurück – und eins ist sicher: Der Tod spielt immer nach seinen eigenen Regeln.