Zum Inhalt springen
Welt

Europa verzeichnet wärmsten März seit Beginn der Aufzeichnungen – Trockenheit gefährdet Natur und Wirtschaft

Der vergangene Monat war der heißeste März in Europa seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen. Experten warnen vor ernsten Folgen für Pflanzen, Tiere und die Wirtschaft.
Von

Lesezeit 2 Minuten

Laut dem Erdbeobachtungsprogramm Copernicus war der März 2025 der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen in Europa, mit einer Durchschnittstemperatur von 6,03 Grad Celsius – 2,41 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Dies hat weitreichende Folgen, die nicht nur die Umwelt, sondern auch die Wirtschaft betreffen. In diesem Artikel werden die bedeutendsten Entwicklungen und Folgen erläutert.

Höhere Temperaturen und ihre globalen Auswirkungen

Der vergangene März war nicht nur in Europa überdurchschnittlich warm; global gesehen war er der zweitwärmste März, der bisher aufgezeichnet wurde. Darüber hinaus war es der 20. Monat in den letzten 21 Monaten, in dem die globale Durchschnittstemperatur über 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau lag. Diese Auffälligkeiten führen dazu, dass das internationale Ziel, die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen, als zunehmend unerreichbar gilt.

Trockenheit belastet Pflanzen und Tiere

Die extremen Temperaturen gehen mit einer bemerkenswerten Trockenheit einher, die sich negativ auf die Flora und Fauna auswirkt. Insbesondere Zentraleuropa, auch Deutschland, ist von dieser Trockenheit betroffen, was zu spürbaren Folgen führt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) stellte fest, dass der März 2025 einer der trockensten seit 1881 war, mit Bodenfeuchtigkeitswerten, die in manchen norddeutschen Regionen bis zu 20 Prozent unter den langjährigen Minimalwerten lagen.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke warnte: „Die aktuelle Dürre ist besorgniserregend. Bereits jetzt im Frühling ist es in vielen Teilen Deutschlands viel zu trocken. Die Waldbrandgefahr ist hoch und es könnte mit Ernteeinbußen gerechnet werden.“

Wirtschaftliche Auswirkungen durch niedrige Wasserstände

Der anhaltend niedrige Wasserstand im Rhein stellt eine zusätzliche Herausforderung dar und hat unmittelbare Auswirkungen auf die Wirtschaft. Wasserwege sind für den Gütertransport von entscheidender Bedeutung, und deren Einschränkungen können Lieferketten und Märkte stark belasten.

DWD-Meteorologe Andreas Brömser erklärte, dass der Klimawandel nicht nur für häufigere Dürren im Sommer sorgt, sondern auch Frühjahrs- und Sommertrockensommer davon betroffen sind.

Dringender Handlungsbedarf

Die aktuellen Herausforderungen, die durch den wärmsten März seit Beginn der Aufzeichnungen und die damit verbundene Trockenheit verursacht werden, verdeutlichen die Notwendigkeit dringender Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel. Die sollten nicht nur den Schutz von Pflanzen und Tieren umfassen, sondern auch Strategien zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen beinhalten. Das Bewusstsein für diese Themen muss dringend geschärft werden, um der herannahenden Klimakrise entgegenzuwirken.

Quelle: https://www.spiegel.de/

Diese Geschichte teilen

Verwandte Artikel