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Elon Musk, besorgt und deprimiert, zieht die Notbremse: Weniger Politik, mehr Tesla (aber die Verkäufe sinken weiter)

Der Rückgang der Einnahmen von Tesla und Musks Versprechen, sich von der Trump-Regierung zu distanzieren, erzeugen einen Medienwirbel. Der Magnat sagt, er werde sich wieder stärker auf sein Vorzeigeunternehmen konzentrieren, aber wird das ausreichen, um den Abwärtstrend zu stoppen? Die Zahlen lügen nicht, und die Zukunft von Tesla steht auf dem Spiel.
Von Martín Nicolás Parolari Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Tesla erlebt eines seiner herausforderndsten Momente. Die Verkäufe sinken, die Aktien schwanken, und seine ikonischste Figur, Elon Musk, hat versprochen, seine Beteiligung an der Trump-Regierung zu reduzieren, um sich wieder mehr auf das Unternehmen zu konzentrieren. Die Probleme, denen sich der Elektrofahrzeughersteller gegenübersieht, gehen jedoch weit über die politische Agenda seines CEOs hinaus.

Historischer Rückgang der Verkäufe und Handelskonflikte

Während der jüngsten Ergebnispräsentation kündigte Elon Musk an, seine Beteiligung an der Abteilung für Regierungs-Effizienz (DOGE), wo er mit der Trump-Administration in Verbindung gebracht wurde, auf nur ein oder zwei Tage pro Woche zu reduzieren. Diese Distanzierung kommt direkt nachdem Tesla Quartalsergebnisse deutlich unter den Erwartungen berichtete.

Das Unternehmen verzeichnete einen Rückgang von 9 % bei den Gesamteinnahmen, mit einem Rückgang von 20 % im Automobilbereich und einer Verringerung der bereinigten Einnahmen um 39 %. Noch besorgniserregender war der Nettogewinn, der um 71 % im Vergleich zum Vorjahr fiel. All dies passierte im Kontext eines Handelskriegs und neuer Zölle der USA, die Tesla zwar nicht direkt wie andere Hersteller betreffen, aber dennoch die Lieferketten belasten.

Musk versucht sich zu verteidigen, aber Investoren verlangen Ergebnisse

Musk machte Trump nicht direkt für die Handelsunsicherheit verantwortlich, zeigte sich jedoch kritisch gegenüber den Zöllen und sagte, dass er weiterhin für offenere Politiken eintreten werde. Dennoch sind die Investoren zunehmend besorgt über seine doppelte Rolle.

Die Proteste und der Vandalismus gegen Tesla in den USA und Europa haben zugenommen, insbesondere nach Musks Unterstützung von rechtsextremen Parteien auf dem alten Kontinent. Er selbst rechtfertigte die Reaktionen damit, dass DOGE „Verschwendung und Betrug“ eliminiere.

Trotzdem versicherte er, dass seine Arbeit bei DOGE fast abgeschlossen sei und dass er sich wieder auf Tesla konzentrieren könne, was dazu führte, dass die Aktien nachbörslich um 4 % stiegen. Musk spielte jedoch den Schaden an der Marke herunter und machte makroökonomische Faktoren verantwortlich.

Die versprochene Zukunft und die bevorstehenden Herausforderungen

Musk versuchte, das Vertrauen des Marktes wiederzuerlangen, indem er Fortschritte bei Technologien für autonomes Fahren und humanoide Roboter versprach und versicherte, dass Tesla eine Phase der „nachhaltigen Fülle für alle“ erleben werde.

Das Unternehmen bekräftigte auch seine Absicht, Mitte des Jahres günstigere Modelle und 2026 ein „Robotaxi“ ohne Lenkrad und Pedale auf den Markt zu bringen. Diese Projekte sind jedoch noch nicht in der Produktion bestätigt, und der Wettbewerb – insbesondere aus China – wird intensiver.

Der chinesische Hersteller BYD hat Tesla in den letzten Quartalen bei den Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen übertroffen. Obwohl Tesla noch bei den jährlichen Verkaufszahlen führend ist, besteht das Risiko, diese Position 2025 zu verlieren. China, der größte Markt für Elektrofahrzeuge weltweit, wurde im Gewinnbericht nicht im Detail erwähnt.

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