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Welt

Bingo! Was Trumps Regierung noch gefehlt hat: Offener Impfgegner – Willkommen, zukünftige Pandemien

In einer unerwarteten Wendung kündigt die Trump-Regierung einen millionenschweren Vertrag für einen Vogelgrippe-Impfstoff. Hinter der Entscheidung stehen ein leugnender Diskurs, ideologische Haltungen und ein zunehmend alarmierender gesundheitlicher Kontext. Was steckt wirklich dahinter? Die Folgen könnten weltweit spürbar sein.
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Lesezeit 2 Minuten

Die Regierung von Donald Trump hat eine Entscheidung getroffen, die viele als unverständlich ansehen: Sie kündigt einen Vertrag über 766 Millionen Dollar mit Moderna zur Entwicklung eines mRNA-Impfstoffs gegen pandemiegefährliche Influenzaviren. Die Maßnahme schwächt nicht nur die Abwehr gegen das H5N1-Vogelgrippevirus, sondern markiert auch eine ideologische Kehrtwende, die das Gespenst des Impf-Leugnens wiederbelebt.

Ein Vertrag, der Millionen hätte retten können

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© Unsplash – Manuel.

Der experimentelle Impfstoff von Moderna, mRNA-1018, basierte auf derselben Technologie, die die schnelle Entwicklung der COVID-19-Impfstoffe ermöglichte. Das Projekt wurde von BARDA unterstützt – einer US-Behörde für gesundheitliche Notfälle –, die im Juli 2024 rund 176 Millionen und im Januar 2025 weitere 590 Millionen Dollar zugesagt hatte.

Zwischenergebnisse waren vielversprechend: Bei 300 gesunden Erwachsenen zeigte sich eine starke Immunantwort auf das H5N1-Virus. Alles deutete darauf hin, dass die Studie bald in die finale Phase eintreten würde. Doch dann strich die Regierung abrupt die Mittel – und ließ die Forschung in der Luft hängen.

Ideologie vor Wissenschaft

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© SAUL LOEB/AFP via Getty Images – Gizmodo.

Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., bekannt für seine Skepsis gegenüber mRNA-Impfstoffen, gilt als einer der Hauptverantwortlichen für die Entscheidung. Obwohl die Wissenschaft deren Wirksamkeit und Sicherheit eindeutig belegt, driftet der offizielle Diskurs zunehmend in eine radikale, misstrauische Richtung ab.

Währenddessen häufen sich die Vogelgrippe-Fälle: Wildvögel, Nutztiere und sogar Menschen wurden in mehreren US-Bundesstaaten infiziert. Mindestens 70 Menschen haben sich bislang angesteckt, eine Person ist gestorben. Die Gefahr, dass das Virus mutiert und dauerhaft von Mensch zu Mensch übertragen wird, ist real.

Wie geht es jetzt weiter?

Moderna zeigte sich „enttäuscht“, kündigte jedoch an, die Entwicklung des Impfstoffs aus eigenen Mitteln fortzusetzen. Ohne die Unterstützung der Bundesregierung wird der Fortschritt allerdings langsamer und riskanter. Wissenschaftler warnen, dass diese Entscheidung die Pandemie-Vorsorge der USA schwächen könnte – gerade jetzt, wo Überwachung, Investitionen und Innovationen wichtiger wären denn je.

Diese Entscheidung wirft ein beunruhigendes Licht auf die Prioritäten der aktuellen US-Regierung. In einer Zeit, in der globale Gesundheitsrisiken ständig zunehmen, könnte das bewusste Zurückdrehen wissenschaftlicher Fortschritte verheerende Folgen haben – nicht nur für die USA, sondern für die gesamte Weltgemeinschaft.

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