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Kino und Serien

Power Rangers: KI-Remaster könnte die Kultserie aufpeppen

Während Hasbro noch immer über die Zukunft der Power Rangers nachdenkt, könnten ältere Staffeln der Kultserie mit Hilfe von generativer KI ein visuelles Upgrade erhalten.
Von Justin Carter Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Die Power Rangers stehen an einem Scheideweg: Während Fans gespannt darauf warten, welche neuen Abenteuer die Superhelden erleben werden, könnte die Franchise erst einmal einen Blick in die Vergangenheit werfen – mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz.

Auf der New York Toy Fair am vergangenen Wochenende wurde bekannt, dass Playmates, das Unternehmen mit der Lizenz für Power-Rangers-Spielzeug, gemeinsam mit Hasbro plant, Mighty Morphin Power Rangers (MMPR) im Juli auf YouTube und Netflix neu zu veröffentlichen. Das Ziel: Eine neue Generation für die ikonischen Helden begeistern. Das ist an sich nichts Revolutionäres – schon 2010 bekam MMPR auf ABC ein Revival mit überarbeiteten visuellen Effekten und einem neuen Intro. Doch die Neuauflage mit dem Titel Re-Ignition geht einen Schritt weiter: Sie soll mit Hilfe von generativer KI remastert werden. Und das könnte erst der Anfang sein – möglicherweise erhalten auch spätere Staffeln eine ähnliche Behandlung.

KI in der Unterhaltungsbranche: Ein zweischneidiges Schwert

Generative KI sorgt seit ihrem Durchbruch für hitzige Debatten. In den letzten Jahren sind Studios immer wieder in die Kritik geraten, wenn sie die Technologie für Neuauflagen von Filmen oder Serien genutzt haben. So sorgten Remaster von Klassikern wie True Lies und Aliens für Unmut, weil KI-basierte Bildverbesserungen als unnatürlich oder lieblos empfunden wurden. Auch KI-generierte Cover für Kultfilme stießen auf Widerstand. Besonders brisant wird es, wenn Unternehmen nicht transparent machen, inwieweit generative KI zum Einsatz kam – was oft zu massiven Fan-Protesten führt.

Bisher haben Hasbro und Playmates noch kein Material aus MMPR: Re-Ignition gezeigt, das den Einsatz von KI belegen würde. Sollte sich das Gerücht jedoch bewahrheiten, könnte es für eingefleischte Power-Rangers-Fans ein weiterer Rückschlag sein. Viele kritisieren seit Jahren, dass die Marke zu oft auf Mighty Morphin zurückgreift, anstatt sich auf frische Ideen zu konzentrieren. Zudem steckt der Frust über den Verkauf zahlreicher Original-Requisiten und Kostüme im letzten Jahr noch tief – für viele ein unsanftes Ende einer Ära.

Das Online-Portal io9 hat Playmates um eine offizielle Bestätigung zur Nutzung von generativer KI bei Re-Ignition gebeten. Eine Antwort steht bislang noch aus.

Ob Fans sich letztlich mit der KI-gestützten Neuauflage anfreunden können oder nicht, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Die Power Rangers sind noch lange nicht aus dem Spiel – sie entwickeln sich nur auf eine Weise weiter, die nicht jedem gefallen dürfte.

 

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