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„Hände weg!“: Proteste in Europa gegen Trump und Musk erschüttern Plätze in Paris, Berlin und London

Mit Plakaten, Slogans und einer Prise sauren Humors demonstrierten Hunderte von Menschen in mehreren europäischen Städten gegen Donald Trump und seinen umstrittenen Berater Elon Musk. Was als Reaktion auf neue Zölle begann, verwandelte sich in einen internationalen Tag des Widerstands gegen die zweite Amtszeit des ehemaligen amerikanischen Präsidenten.
Von Romina Fabbretti Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Ein Spannungsfeld zwischen Märkten und Straßen

Was wie eine angespannte Woche an den Märkten aufgrund der von Trump angekündigten globalen Zölle begann, endete auf den Straßen. Am Samstag gingen Bürger – größtenteils amerikanische Staatsbürger, die in Europa leben – in den wichtigsten Hauptstädten des Kontinents auf die Straße. Das Ziel: Den autoritären Kurs der aktuellen US-Regierung, deren internationalen Einfluss … und die wachsende Macht von Elon Musk zu kritisieren.

„Hände weg!“: Das Motto, das mehrere Hauptstädte vereinte

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© YouTube – Diario AS

In Frankfurt, Berlin, Paris, London und Lissabon versammelten sich Demonstranten unter dem Motto „Hände weg!“, um nicht nur die von Trump verhängten Handelspolitiken, sondern auch sein Machtmanagement und die Figur von Elon Musk als einflussreichen Berater in seiner Administration abzulehnen.

Die Proteste in Frankfurt wurden von Democrats Abroad, dem internationalen Arm der Demokratischen Partei, angeführt. Vor dem historischen Opernplatz sprachen die Plakate für sich selbst: „Restore Democracy“, „Hände weg von unseren persönlichen Daten“ und das bereits virale „Die Welt hat genug von deinem Bullshit, Donald, verschwinde!“.

In Berlin, vor einem Tesla-Geschäft, wurden die Kritiken direkt gegen Musk gerichtet. Einer der am meisten kommentierten Slogans war „Halt die Klappe, Elon, niemand hat für dich gestimmt“. Sogar ein Hund schloss sich mit einem Schild um den Hals an, auf dem „Hunde gegen DOGE“ stand, in Anspielung auf das umstrittene Department für Regierungseffizienz, das Musk gegründet hat, um „Bundesverschwendung“ zu reduzieren.

In Paris: Ein Platz, eine Gitarre und Bob Dylan

Auf der Place de la République in Paris schlossen sich fast 200 Menschen – hauptsächlich amerikanische Expatriates – dem Protest an. Plakate wie „Resist Tyrant“, „Feminists for Freedom not Fascism“ und „Save Democracy“ begleiteten die Reden des Widerstands gegen die zweite Amtszeit von Trump.

Einer der symbolträchtigsten Momente war die Live-Performance von „Masters of War“, dem berühmten Song von Bob Dylan, als direkte Botschaft an die aktuelle US-Machtelite.

In London: „Hände weg“ … von allem

Auf dem Trafalgar Square in London nahm die Parole eine globale Dimension an. Neben Plakaten wie „Stolzer Amerikaner beschämt“ und „WTAF Amerika?“ riefen die Teilnehmer Sätze wie „Hände weg von Kanada“, „Hände weg von Grönland“ und „Hände weg von der Ukraine“ in Anspielung auf jüngste internationale politischen Bewegungen der Trump-Administration.

Obwohl die Mehrheit der Demonstranten amerikanische Staatsangehörige waren, nahmen auch Europäer teil, die sich um die Auswirkungen von Trumps Politik jenseits der US-Grenzen sorgen.

Was hat diese Welle von Protesten ausgelöst?

Die Zündschnur dieser Woche war die Ankündigung neuer globaler Zölle durch Trump, eine Maßnahme, die die Märkte destabilisierte und die Handelspartner der USA in Europa alarmierte.

Doch die Unzufriedenheit geht weit über diese Maßnahme hinaus. Die Figur von Elon Musk, der zu einem Schlüsselfaktor der Regierung wurde durch sein Programm zur „Bundesregierungseffizienz“, wurde aufgrund seiner mangelnden demokratischen Legitimität und seiner Neigung, disruptive Politiken aus einer nicht gewählten Machtposition zu fördern, kritisiert.

Diese Proteste in Europa sind nicht nur ein Echo der amerikanischen Polarisierung, sondern auch eine Warnung darüber, wie die Entscheidungen einer Regierung Grenzen überschreiten … und unerwartete Widerstände wecken.

[Quelle: Reuters]

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