Zum Inhalt springen
Kino und Serien

Du kannst wirklich das verstörende Videospiel aus Black Mirror Staffel 7 spielen

Peter Capaldi trifft auf digitale Kuschelmonster mit düsterer Seele – und jetzt kannst du selbst in den Abgrund blicken.
Von Cheryl Eddy Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Die siebte Staffel von Black Mirror ist da – und sie liefert wieder einmal sechs Episoden voller technologischem Albtraum, moralischer Abgründe und düsterer Zukunftsvisionen. Doch während die meisten dieser Geschichten (noch) nicht Wirklichkeit sind, wird ein zentrales Element aus einer Episode nun Realität. Und das ausgerechnet in einer der unheimlichsten Folgen: Plaything, mit Peter Capaldi in der Hauptrolle, bringt das Spiel Thronglets auf unsere Smartphones – und Netflix hat es tatsächlich veröffentlicht.

Niedlich. Gruselig. Suchtgefährdend.

In Plaything dreht sich alles um einen Mordfall, der eigentlich keiner mehr sein sollte. Die DNA des Täters – gespielt von Capaldi sowie in Rückblenden von Lewis Gribben – wurde bereits in den 1990ern an einem verstümmelten Leichnam gefunden. Doch weder Täter noch Opfer konnten identifiziert werden. Erst ein kurioser Fall von Ladendiebstahl bringt die Polizei auf die Spur eines sehr seltsamen Mannes – und damit zur eigentlichen Geschichte.

In einem langen Verhör enthüllt dieser Mann seine Vergangenheit – und die führt zurück zu den Thronglets, einem Spiel, das er Anfang der 90er beim britischen Spielemagazin PC Zone kennenlernte. Entwickelt wurde es von einem altbekannten Black-Mirror-Charakter: Colin Ritman (Will Poulter), der schon in Bandersnatch auftauchte. Doch Thronglets ist kein gewöhnliches Spiel. Es erschafft digitale Wesen – niedlich, pipsend, mit großen Augen – und die Aufgabe der Spielenden ist es, sich um ihr Wohl zu kümmern. Klingt harmlos? Willkommen bei Black Mirror.

Jetzt Realität: Thronglets als Mobile Game

Was in der Serie als „gefährliches, subversives Spiel“ gilt, das angeblich wegen seiner Auswirkungen nie vollendet wurde, kannst du jetzt tatsächlich auf deinem Handy spielen. Netflix hat Thronglets als Mobile Game für Android und iOS veröffentlicht. Voraussetzung: ein Netflix-Account.

Die Spielmechanik? Du betreust eine wachsende Gesellschaft kleiner Thronglets, die mit der Zeit immer stärker mit dir kommuniziert – und dich emotional an sich bindet. Je länger du spielst, desto intensiver wird die Verbindung. Und wenn du Black Mirror kennst, weißt du: Das kann (und wird) schnell unangenehm werden.

Easter Eggs und versteckte Abgründe

Netflix hat angekündigt, dass im Spiel mehrere versteckte Anspielungen auf das Black Mirror-Universum enthalten sind – sogenannte „Easter Eggs“, die aufmerksame Fans erkennen dürften. Wer also tiefer eintaucht, findet vielleicht noch mehr dunkle Geheimnisse hinter den bunten Pixelwesen.

Albtraum zum Mitnehmen

Zugegeben: Die wenigsten von uns werden wie Capaldis Figur in der Serie in einen obsessiven Wahn verfallen – außer vielleicht du bist besonders anfällig für emotionale Pixelbindung und hast zu viel LSD übrig. Aber genau darum geht’s ja bei Black Mirror: Die Grenze zwischen Mensch und Technik, Realität und Simulation verschwimmt – auch, wenn’s erst mal harmlos aussieht.

Du willst es ausprobieren?
Das Spiel ist ab sofort im App Store und bei Google Play verfügbar – allerdings nur über dein Netflix-Konto. Parallel dazu hat Netflix auch einen offiziellen Game Guide veröffentlicht, falls du wissen willst, worauf du dich einlässt.

Black Mirror hat mal wieder einen Volltreffer gelandet – nicht nur als Serie, sondern jetzt auch als Spiel. Thronglets bringt den Horror des Digitalen direkt auf dein Handy. Süß. Unheimlich. Und gefährlich faszinierend. Willkommen in der Zukunft.

Diese Geschichte teilen

Verwandte Artikel