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Wissenschaft

Die perfekte Powernap laut NASA – und warum mehr dir schadet

Ein kurzes Nickerchen, das deinen Tag verändert: Laut NASA liegt das Geheimnis echter Erholung nicht in der Länge, sondern in der Präzision.
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Lesezeit 2 Minuten

Früher galt die Siesta als Faulheit oder Luxus. Heute weiß die Wissenschaft es besser: Ein gezielter Kurzschlaf steigert Konzentration, senkt Stress und verbessert die geistige Leistung – wenn du es richtig angehst. Und ja, die NASA hat das ganz genau untersucht.

Die Studie, die Schlaf neu definierte

Hinter dem vermeintlich banalen Thema Nickerchen steckt knallharte Forschung. Die NASA wollte herausfinden, wie sich Powernaps auf Piloten und Astronauten auswirken – Menschen, die unter extremen Bedingungen und mit gestörtem Tag-Nacht-Rhythmus funktionieren müssen.

Das Ergebnis war eindeutig: Testpersonen, die genau 26 Minuten schliefen, waren danach 54 % wacher und zeigten 34 % bessere kognitive Leistungen als jene, die gar nicht schliefen. Diese Zeitspanne ist nicht willkürlich gewählt. Sie erlaubt es dem Körper, in die leichte Schlafphase einzutreten – gerade tief genug, um den Akku aufzuladen, aber nicht so tief, dass du dich danach wie gerädert fühlst.

Zu viel Schlaf kann dich ausbremsen

Wer länger als 30 Minuten schläft, riskiert das Gegenteil des erhofften Effekts. Der Grund: Ab diesem Punkt begibt sich der Körper in tiefere Schlafphasen. Wird man dann geweckt, fühlt man sich oft benommen, träge und sogar gereizt – ein Phänomen, das als Schlafträgheit oder Sleep Inertia bekannt ist.

Auch der Nachtschlaf leidet, wenn man tagsüber zu lange döst. Einschlafprobleme oder schlechtere Schlafqualität sind häufige Folgen. Deshalb empfehlen Expert:innen, die Powernap bewusst kurz zu halten – am besten zwischen 13 und 15 Uhr, wenn der Biorhythmus ohnehin ein kleines Tief hat.

So gelingt die perfekte Powernap im Alltag

Klingt einfach, ist es aber nicht immer. 26 Minuten können sich ziehen, vor allem wenn man nicht sofort einschläft. Deshalb lohnt es sich, das Einschlafen zu erleichtern:

  • Verdunklung: Schlafmaske oder abgedunkelter Raum helfen dem Körper, zur Ruhe zu kommen.

  • Ruhe: Ohrstöpsel oder entspannende Musik können störende Geräusche ausblenden.

  • Abstand zu Bildschirmen: Mindestens 15 Minuten vorher keine Smartphones oder Tablets mehr.

  • Atmung & Entspannung: Tiefes Ein- und Ausatmen oder kurze Meditationsübungen bereiten den Körper auf den Schlaf vor.

Und ganz wichtig: Wecker stellen! Am besten auf 26–30 Minuten, inklusive Einschlafzeit. Selbst wenn du nicht einschläfst, bringt das kurze Abschalten bereits messbare Vorteile: Stressreduktion, mehr Fokus und ein klarerer Kopf.

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