Zum Inhalt springen
News

Die Insel, die Extreme herausfordert: Eis, Feuer und Landschaften von einem anderen Planeten

Sie ist die zweitgrößte Insel Europas und die drittgrößte im Atlantik, aber ihre Größe macht sie nicht einzigartig.
Von Martín Nicolás Parolari Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Island: Eine Insel zwischen zwei Welten

Obwohl Island Teil Europas ist, liegt es an einem geologischen Punkt, der einzigartig ist: genau an der Schnittstelle der tektonischen Platten von Nordamerika und Eurasien. Ihre Lage, südlich des Polarkreises, platziert sie strategisch zwischen Grönland, Norwegen und dem Vereinigten Königreich, wodurch sie zu einer Brücke zwischen Kontinenten und Kulturen geworden ist.

4
© iStock.

Mit einer Fläche von 103.000 Quadratkilometern macht die Hauptinsel mehr als 95 % des nationalen Territoriums aus, aber sie steht nicht alleine da: Island hat über 40 kleine Inseln, die ihre Landschaft ergänzen. Hier finden sich lebendige Städte wie Reykjavik, die Hauptstadt, aber auch riesige unberührte Naturflächen, die wie unerforscht erscheinen.

Eine Landschaft der Gegensätze: Das Land von Eis und Feuer

2
© iStock.

Island ist ein Naturschauspiel in seiner reinsten Form. Mehr als 11 % des Landes sind von Gletschern bedeckt, was der Insel den Titel „das Land des Eises“ eingebracht hat. Hier befindet sich Vatnajökull, der größte Gletscher Europas, eine gigantische Eismasse, die die Landschaft dominiert und als Erinnerung an die Macht der Arktis dient.

Doch das Eis ist nicht der einzige Protagonist. Die Insel beherbergt auch eine intensive vulkanische Aktivität mit über 130 aktiven und inaktiven Vulkanen, die das Terrain im Laufe von Jahrtausenden geformt haben. Die Kombination dieser beiden gegensätzlichen Elemente hat Island seinen bekanntesten Spitznamen verliehen: „das Land von Eis und Feuer“.

Selbst ihre Flagge spiegelt dieses extreme Gleichgewicht wider: Das Rot symbolisiert die vulkanische Lava, das Weiß steht für die Gletscher und das Blau erinnert an den Ozean, der die Insel umgibt.

Ein unwirtliches Terrain mit Landschaften von einem anderen Planeten

3
© iStock.

Jenseits der Küsten, wo die wichtigsten Städte und Dörfer liegen, verbirgt Island ein wildes Herz: die Hochländer. Diese weitläufige Innenregion ist eine Wüste aus Felsen, Sand und Bergen, mit einem Landschaftsbild, das wie von Mars oder dem Mond wirkt.

Dort herrscht die Natur ohne menschliche Unterbrechungen. Mitten in dieser Einöde finden sich einige der spektakulärsten Winkel des Landes, wie der Vulkan Askja mit seinem Thermalbadsee inmitten eines Kraters oder die Gebirgsregion Landmannalaugar, berühmt für ihre bunten Berge und geothermischen Flüsse.

Island ist ein Land der Extreme, in dem die Natur die absolute Hauptrolle spielt. Ein Ziel, das weiterhin die Vorstellungskraft herausfordert und daran erinnert, dass es noch Orte auf der Welt gibt, an denen Eis und Feuer ihre eigene Geschichte erzählen.

Diese Geschichte teilen

Verwandte Artikel