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Wissenschaft

Darum sollten Sie bei diesen Anwendungen besser auf Küchenrolle verzichten

Die Küchenrolle ist im Haushalt ein praktischer Helfer – aber nicht überall eine gute Wahl. Bei bestimmten Oberflächen und Lebensmitteln kann sie sogar Schaden anrichten oder gesundheitliche Risiken bergen. Erfahren Sie, wo Küchenpapier lieber tabu bleiben sollte und welche umweltfreundlichen Alternativen es gibt.
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Ob ausgelaufenes Wasser oder fettige Finger – Küchenpapier ist für viele das erste Mittel der Wahl. Doch auch wenn das Papier praktisch erscheint, ist es nicht immer die beste Lösung. In manchen Situationen kann es seine Grenzen zeigen, Oberflächen beschädigen oder sogar gesundheitliche Risiken bergen. Wer langfristig Geld sparen und die Umwelt schonen möchte, sollte sich die folgenden Hinweise genau ansehen.

Küchenpapier: Praktisch, aber nicht immer geeignet

Darum sollten Sie bei diesen Anwendungen besser auf Küchenrolle verzichten
© iStock.

Küchenrolle gilt als vielseitiges Haushaltsutensil, doch beim Einsatz in bestimmten Bereichen sollte man vorsichtig sein. Besonders im Umgang mit Lebensmitteln ist Zurückhaltung geboten. Untersuchungen von „Öko-Test“ zeigen: Manche Küchenrollen enthalten problematische Stoffe wie 3-MCPD – eine chemische Verbindung, die als möglicherweise krebserregend gilt. Diese Stoffe entstehen beim Stabilisieren des Papiers gegen Wasser und können sich lösen, wenn das Papier mit feuchten Lebensmitteln in Berührung kommt.

Auch wenn die gemessenen Werte unter den Grenzwerten bleiben, raten Experten zu Alternativen. Besonders bei längeren Kontakten mit Lebensmitteln empfiehlt sich der Griff zu wiederverwendbaren Baumwolltüchern – gewaschen ohne Duftstoffe und chemische Zusätze.

Diese Oberflächen besser nicht mit Küchenrolle reinigen

Darum sollten Sie bei diesen Anwendungen besser auf Küchenrolle verzichten
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Neben Lebensmitteln gibt es eine ganze Reihe empfindlicher Materialien, bei denen Küchenpapier eher Schaden anrichtet als nützt.

Auf Teppichen etwa kann das Reiben mit Küchenrolle dazu führen, dass sich Papierfasern in den Teppich verfangen – mühsam zu entfernen und oft nicht ganz rückstandsfrei. Besser geeignet: ein fusselfreies Tuch oder ein saugfähiges Geschirrtuch.

Bei verschmutzten Herdplatten, Grillrosten oder Backblechen reicht Küchenpapier nicht aus. Die Fasern lösen sich durch die Reibung und landen im Müll, ohne echte Reinigungskraft zu entfalten. Greifen Sie lieber zu Spülschwämmen und warmem Wasser.

Auch technische Geräte wie Fernseher, Monitore, Kameralinsen und Brillengläser sind empfindlich. Küchenpapier kann hier feine Kratzer hinterlassen, die auf Dauer die Oberfläche beschädigen. Für diese Fälle gibt es spezielle Reinigungstücher oder Mikrofasertücher mit Einschränkungen.

Umweltfreundliche Alternativen zur Küchenrolle

Darum sollten Sie bei diesen Anwendungen besser auf Küchenrolle verzichten
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Statt ständig neues Papier zu verbrauchen, lohnt sich der Umstieg auf wiederverwendbare Tücher. Baumwolltücher sind langlebig, waschbar und verursachen keinen Müll. Sie lassen sich vielseitig einsetzen – von der Küche bis zum Fensterputz.

Mikrofasertücher sind ebenfalls beliebt, allerdings nicht ganz unbedenklich. Sie können bei der Wäsche Mikroplastik freisetzen, das in die Umwelt gelangt. Zudem sind sie für sensible Oberflächen wie Bildschirme oder Linsen nicht immer geeignet.

Für alle, die nicht ganz auf Küchenpapier verzichten möchten, empfiehlt sich der Griff zu Produkten mit dem Umweltzeichen Blauer Engel. Diese sind weniger belastet und umweltschonender in der Herstellung.

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