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Wissenschaft

Benutzt du dein Handy auf dem Klo? Das hat dir noch niemand erzählt

So harmlos es auch erscheinen mag: Das Mitnehmen des Handys ins Badezimmer und das Verweilen dort länger als nötig kann unerwartete Folgen für deinen Körper haben. Ärzte warnen vor einem Gesundheitsproblem, das zunehmend verbreitet ist – und das du unbewusst selbst fördern könntest.
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Eine alltägliche Geste mit verborgenen Auswirkungen

Immer mehr Menschen nutzen den Toilettengang, um soziale Netzwerke zu checken oder Nachrichten zu lesen. Doch diese scheinbar harmlose Gewohnheit besorgt zunehmend Fachleute im Gesundheitswesen. Warum? Weil sie eine empfindliche Körperregion betreffen kann – mit unangenehmen Konsequenzen.

Was früher nur ein kurzer Moment der Erleichterung war, dauert heute oft mehrere Minuten, während man durch Videos scrollt, E-Mails liest oder chattet. Laut einer aktuellen Umfrage, die auf dem Kongress Digestive Diseases Week vorgestellt wurde, gaben 93 % der Befragten an, mindestens einmal pro Woche ihr Handy auf der Toilette zu benutzen – viele sogar länger als sechs Minuten.

Was dabei im Körper passiert

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© Miriam Alonso – Pexels

Laut Dr. Trisha Satya Pasricha vom Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston kann das lange Sitzen auf dem WC nicht nur die Haltung und Atmung beeinflussen, sondern einen stillen Leidensweg begünstigen: Hämorrhoiden.

Beim langen Sitzen auf der Toilette ist insbesondere das Gefäßsystem im Rektum betroffen. Die Venen rund um den After stehen unter konstantem Druck durch das Körpergewicht, doch dieser Bereich ist anatomisch nicht dafür ausgelegt, länger belastet zu werden.

Die Folge: Entzündungen und Schmerzen, wie sie für Hämorrhoiden typisch sind. Auch wenn die genauen Ursachen nicht vollständig geklärt sind, zeigte eine italienische Studie von 2019 einen klaren Zusammenhang zwischen Toilettenverweildauer und der Schwere der Symptome.

Kürzer sitzen, gesünder bleiben

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© Miriam Alonso – Pexels

Mediziner empfehlen: Wenn keine Verdauungsprobleme vorliegen, sollte der Toilettengang nicht länger als fünf Minuten dauern. Wird diese Zeit überschritten, schädigt das die Stützgewebe rund um den Anus und erhöht das Risiko für Beschwerden.

Die gute Nachricht: Dieses Problem lässt sich in vielen Fällen leicht vermeiden – durch einfache Veränderungen wie gesündere Ernährung, mehr Bewegung und natürlich: das Handy außerhalb des Badezimmers lassen. Eine so einfache Angewohnheit kann dir unter Umständen eine schmerzhafte Erfahrung ersparen.

Quelle: Meteored

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