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Wissenschaft

Wissenschaftler enthüllen, wann das Universum sterben wird (und es ist früher, als wir dachten)

Eine neue Untersuchung der Radboud-Universität in den Niederlanden legt nahe, dass sich das Universum viel früher auflösen wird, als bisher angenommen. Mithilfe von Berechnungen zur sogenannten Hawking-Strahlung überdenken die Forschenden die Lebensdauer von Sternen, Schwarzen Löchern – und sogar von Materie selbst.
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Der letzte Akt des Kosmos: Das stille Verschwinden

Das Rätsel um das endgültige Schicksal des Universums fasziniert Wissenschaft und Fantasie seit Jahrhunderten. Nun erschüttert ein Forschungsteam aus den Niederlanden unsere Vorstellungen: Das Universum hat ein Ablaufdatum – und es liegt näher, als wir bisher glaubten. Auch wenn dieses Ende in unvorstellbar ferner Zukunft liegt, könnten die Erkenntnisse unser Verständnis vom kosmischen Leben (und Sterben) grundlegend verändern.

Die Forscher Michael F. Wondrak, Walter Van Suijlekom und Heino Falcke von der Radboud-Universität in Nijmegen entwickelten ein neues Modell, das die Theorie der Hawking-Strahlung nicht nur auf Schwarze Löcher, sondern auch auf andere dichte Himmelskörper anwendet – etwa Neutronensterne oder Weiße Zwerge.

Universelle Verdunstung – nichts bleibt für immer

Wissenschaftler enthüllen, wann das Universum sterben wird (und es ist früher, als wir dachten)
© Unsplash – NASA Hubble Space Telescope.

Vereinfacht gesagt, besagt Hawking-Strahlung, dass jedes Objekt mit einem ausreichend starken Gravitationsfeld Teilchen abstrahlen kann – und sich so über Zeit hinweg auflöst. Das bedeutet: Nicht nur Schwarze Löcher, sondern auch andere Himmelskörper könnten im Lauf der Äonen „verdampfen“.

Im Gegensatz zu früheren Modellen, die von einem kosmischen Zeithorizont von bis zu 10¹¹⁰⁰ Jahren ausgingen, rechnet das neue Modell mit einem vollständigen Zerfall der langlebigsten Materie bereits nach rund 10⁷⁸ Jahren – ein immer noch unfassbar großer, aber deutlich kleinerer Wert.

Alles vergeht: Sterne, Planeten… auch wir

Wissenschaftler enthüllen, wann das Universum sterben wird (und es ist früher, als wir dachten)
© Unsplash – NASA Hubble Space Telescope.

Die Forschenden beschränkten sich nicht auf das große Ganze. Sie analysierten auch, wie lange es dauern würde, bis bekanntere Objekte verschwinden. Ein Neutronenstern oder ein stellarem Schwarzes Loch würde demnach nach etwa 10⁶⁷ Jahren vergehen – überraschenderweise in identischem Zeitraum, obwohl ihre Massen und Dichten sich unterscheiden.

Noch erstaunlicher: Ein Mensch oder auch der Mond würden nach rund 10⁹⁰ Jahren vollständig verdampfen. Allerdings betonen die Autoren, dass es beschleunigende Prozesse geben könnte, die dieses Ende deutlich vorverlegen.

Eine neue Perspektive auf Vergänglichkeit

Diese Theorie zwingt uns, über unsere Vorstellungen von Zeit, Beständigkeit und kosmischer Existenz hinauszudenken. Wenn selbst die stabilste Materie irgendwann zerfällt, stellt sich die Frage: Was bleibt? Die Forschung öffnet nicht nur ein neues Fenster zur Astrophysik, sondern auch zur Philosophie – und zur Rolle des Menschen im Universum.

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