Hast du dich schon einmal gefragt, wie viel Geld Astronaut:innen verdienen, die monatelang von ihren Familien getrennt unter extremen Bedingungen im All leben? Auf den ersten Blick scheint es logisch, dass so ein Job mit einem astronomischen Gehalt belohnt wird. Doch die Realität sieht ganz anders aus.
Das Grundgehalt: Kaum ein Ausgleich für das Risiko
Bei einem so extremen Beruf wie dem der Astronaut:innen erwartet man hohe Gehälter, die den Einsatz und die Gefahr widerspiegeln. Doch laut den offiziellen NASA-Zahlen für 2024 liegt das Jahresgehalt bei rund 152.258 US-Dollar – also etwa 12.688 US-Dollar pro Monat.
Für viele mag das ein attraktives Gehalt sein. Doch wenn man bedenkt, dass diese Menschen ihr Leben für Langzeitmissionen riskieren, relativiert sich diese Zahl. Außerdem bleibt der Lohn unabhängig von der Anzahl der Arbeitsstunden oder der Zeit im Weltall gleich – keine Zuschläge für besondere Belastungen.
Überstunden? Fehlanzeige
Was noch überraschender ist: Astronaut:innen erhalten keine zusätzliche Vergütung für Überstunden, Wochenenden oder Feiertage – auch wenn sie im All praktisch täglich im Einsatz sind. Selbst wenn eine Mission länger dauert als geplant, wie im Fall von Wilmore und Williams, bleibt der Lohn konstant.
Die NASA erklärte in einem offiziellen Statement, dass Astronaut:innen an Bord der Internationalen Raumstation lediglich ein reguläres Gehalt für 40 Stunden pro Woche erhalten – ohne Zuschläge für arbeitsreiche Feiertage oder Sonntage. Selbst unter extremen Bedingungen bleibt die Bezahlung dieselbe wie am Boden.
Zusätzliche Vergütung: Ein Tropfen auf den heißen Stein

Zwar gibt es für die Zeit im All eine kleine Zusatzvergütung – doch die fällt überraschend gering aus. Die NASA zahlt pro Tag im Rahmen eines „Langzeitdienstes“ einen Zuschlag von lediglich 5 US-Dollar. Bei 286 Tagen im All ergibt das einen Bonus von gerade einmal 1.430 US-Dollar.
Diese Summe ist kaum ein wirklicher Anreiz – besonders wenn man den physischen und psychischen Aufwand bedenkt, den eine so lange Mission bedeutet. Trotz der weit verbreiteten Annahme, dass Astronaut:innen ein Vermögen verdienen, zeigen diese Zahlen ein anderes Bild.
Lohnt sich der Einsatz aus finanzieller Sicht?
Es wirkt beinahe ironisch: Menschen, die so viel riskieren, erhalten eine im Vergleich eher bescheidene Entlohnung. Viele würden vermuten, dass neun Monate im Weltall mit einem deutlich höheren Gehalt einhergehen müssten – vor allem angesichts des Stresses und der Entfernung von Familie und Freunden.
Die NASA rechtfertigt die Bezahlung mit dem Hinweis auf den Standardtarif des öffentlichen Dienstes – also vergleichbar mit anderen Angestellten der US-Regierung. Der Traumberuf Astronaut:in wirkt dadurch weniger glamourös, wenn man die finanziellen Fakten kennt.
Prestige ja – Reichtum nein
Der Status, den der Beruf mit sich bringt, ist unbestritten. Astronaut:innen genießen weltweite Anerkennung, sind Teil wissenschaftlicher Meilensteine und tragen zur Menschheitsgeschichte bei. Doch finanziell ist der Job alles andere als luxuriös.
Ob sich der Einsatz also wirklich „lohnt“, bleibt eine persönliche Entscheidung. Wer diesen Weg wählt, tut es nicht wegen des Geldes, sondern aus Leidenschaft, Pioniergeist – und dem Wunsch, Teil von etwas Größerem zu sein.