Was einst als kleine Tankstelle begann, wurde zu einem der bekanntesten Wohnmobil-Anbieter Norddeutschlands. Doch diese Geschichte findet nun ein unerwartet stilles Ende. Klinke Caravaning, seit Jahrzehnten in Familienhand, hat keinen Weg aus der Insolvenz gefunden. Der Geschäftsbetrieb wird im Sommer 2025 eingestellt – betroffen sind Kunden, Angestellte und ein ganzes Stück Branchentradition.
Kein Neustart möglich: Insolvenz ohne Rettung

Bereits im November 2024 hatte Klinke Caravaning Insolvenz angemeldet. Die Ursachen: ein harter Markt, steigende Kosten und sinkende Nachfrage im Caravaning-Segment. Trotz weiterlaufendem Betrieb und der Hoffnung auf einen Investor, blieb ein tragfähiges Konzept aus. Wie nun bekannt wurde, wird der gesamte Geschäftsbetrieb – inklusive Verkauf, Werkstatt, Vermietung und Ersatzteillager – zum 1. Juli 2025 eingestellt.
Die 48 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden bereits offiziell informiert. Der Traum vom Erhalt des Unternehmens ist geplatzt – und mit ihm endet auch eine Ära in Loxstedt, wo Klinke Caravaning seine Wurzeln hatte.
Was passiert mit Kunden und Fahrzeugen?

Trotz der Schließung verspricht das Unternehmen, offene Bestellungen ordnungsgemäß abzuarbeiten. Der Abverkauf der Fahrzeuge läuft planmäßig bis Ende Juni. Wer also noch Interesse an einem Wohnmobil oder Wohnwagen aus dem Bestand hat, sollte nicht zu lange warten.
Klinke Caravaning war mehr als ein Händler: Seit 1957 prägte das Unternehmen die Reisekultur mit über 350 Fahrzeugen auf rund 17.000 m² Ausstellungsfläche. Doch der Wandel in der Branche hat selbst diese Größe nicht vor dem wirtschaftlichen Aus bewahren können.
Weitere Insolvenzen in der Branche
Die Nachricht kommt nicht allein: Auch ein deutsches Autohaus musste kürzlich Insolvenz anmelden. Es zeigt sich, dass wirtschaftlicher Druck und veränderte Kundenbedürfnisse die Mobilitätsbranche insgesamt treffen – und besonders kleinere oder spezialisierte Anbieter vor große Herausforderungen stellen.