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Wissenschaft

Was du nie über deinen Kühlschrank wusstest – und wie er dich bei einem Stromausfall retten kann

Ein Stromausfall bringt nicht nur Dunkelheit, sondern auch das Risiko, dass Lebensmittel verderben. Doch dein Kühlschrank kann in solchen Momenten zur Rettung werden – wenn du ihn richtig nutzt. Hier erfährst du clevere Tricks, die kaum jemand kennt.
Von Thomas Handley Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Wenn der Strom weg ist: Der Kühlschrank als stiller Held

Stromausfälle sind längst keine Seltenheit mehr. In einer Welt voller Unsicherheiten gewinnt ein Haushaltsgerät zunehmend an Bedeutung: der Kühlschrank. Auch wenn er auf Strom angewiesen ist, hängt seine Leistung in Krisenzeiten vor allem davon ab, wie wir ihn nutzen und pflegen.

Der Kühlschrank kann – richtig vorbereitet – den Unterschied zwischen Chaos und Kontrolle machen. Aber was bedeutet das konkret?

Die Kälte muss halten: Worauf es im Notfall wirklich ankommt

Im Fall eines Stromausfalls zeigt sich, was ein Kühlschrank wirklich leisten kann. Laut Experten von Haier sollte ein gutes Gerät eine sogenannte Kältereserve von mindestens zehn, besser noch zwanzig Stunden haben. Und das Gefrierfach? Das sollte innerhalb der ersten 24 Stunden nach Stromrückkehr mindestens zehn Kilo einfrieren können.

Ein oft übersehener Tipp: Während der Kühlschrank nicht überfüllt sein sollte (damit die Luft gut zirkulieren kann), ist es beim Gefrierfach genau umgekehrt – dort hilft Masse, die Kälte zu halten. Mehr gefrorene Lebensmittel bedeuten mehr Speicherkälte. Ein paar zusätzliche Eisbeutel können im Notfall Gold wert sein. Nur blöd, wenn gerade dann nirgendwo Eis aufzutreiben ist.

Was du nie über deinen Kühlschrank wusstest – und wie er dich bei einem Stromausfall retten kann
© Kindel Media – Pexels

Kleine Handgriffe, große Wirkung: So bleibt dein Kühlschrank länger kalt

Unabhängig von Marke oder Modell – wie du deinen Kühlschrank im Alltag behandelst, hat enormen Einfluss auf seine Effizienz. Die optimalen Temperaturen liegen bei +4 °C im Kühlteil und –18 °C im Gefrierfach. Wichtig: Die Tür nur öffnen, wenn wirklich nötig – und regelmäßig die Türdichtungen checken.

Ein nützlicher Haushaltstrick: Wenn die Gummidichtungen spröde oder undicht werden, kann etwas Wärme vom Föhn oder ein wenig Silikon helfen, sie wieder geschmeidig zu machen.

Auch die Organisation im Inneren zählt: Lebensmittel wie Milch oder Eier haben nichts in der Tür verloren – dort schwankt die Temperatur am stärksten. Fleisch und Fisch gehören in die untersten Fächer, wo es am kältesten ist. Klingt banal, macht aber im Ernstfall den Unterschied.

Vor, während und nach dem Stromausfall: Was du tun solltest

Kommt es zum Blackout, gilt vor allem eins: Die Kühlschranktür geschlossen halten und die Uhr im Blick behalten. Laut der Lebensmittelsicherheitsexpertin Beatriz Robles bleibt ein gut geschlossener Kühlschrank rund vier Stunden kalt, ein Gefrierschrank sogar bis zu 24.

Wenn Lebensmittel anfangen aufzutauen, solltest du sie so schnell wie möglich verbrauchen – und auf keinen Fall wieder einfrieren. Das Risiko für Keime ist zu hoch.

Und wenn der Strom zurückkommt? Dann droht die nächste Gefahr: Spannungsspitzen. Auch wenn viele moderne Geräte Schutzmechanismen haben, ist es besser, den Kühlschrank während des Ausfalls auszustecken. Macht er danach komische Geräusche oder kühlt nicht mehr wie gewohnt, ist der Anruf beim Techniker – und zur Sicherheit auch beim Versicherer – eine gute Idee.

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